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Donauwörth

24.02.2015

Grippewelle im Landkreis erreicht Maximum

Symbolbild.
Bild: Marcus Merk

Warum besonders nach Fasching die Zahl der Kranken steigt.

Die Grippewelle in der Region ist so groß, wie selten zuvor. Die Zahl der Erkrankten hat sich gegenüber dem Vorjahr vervierfacht. Dr. Rainer Mainka, Leiter des Gesundheitsamtes Donauwörth, erklärt im Interview mit unserer Zeitung, wie man sich am besten gegen den lästigen Virus schützen kann.

Wie viele Grippefälle gibt es derzeit im Landkreis?

Mainka: Der aktuelle Stand der seit Jahresbeginn gemeldeten Fälle liegt bei 29. Die Dunkelziffer ist allerdings um ein hundertfaches höher, da nur die wenigsten Fälle gemeldet werden. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr lag die Zahl der Grippefälle lediglich bei sieben.

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Warum ist es in diesem Jahr so heftig?

Mainka: Es hat eine Oberflächenveränderung am Grippevirus gegeben, sodass das Virus aggressiver als in den Vorjahren ist, wo es nur milde Verläufe gab. Zudem haben sich diesen Winter weniger Leute impfen lassen als in den Jahren zuvor. Hinzu kommt die Faschingsproblematik.

Was hat der Fasching damit zu tun?

Mainka: Traditionell werden die Leute nach den Faschingstagen vermehrt krank, da sie bei den Umzügen lange in der Kälte stehen ohne richtige Winterkleidung. Auf solchen Massenveranstaltungen auf engem Raum in Hallen mit wenig Luftaustausch kann sich der Grippevirus bestens ausbreiten. Durch Alkohol- und Nikotingenuss wird das Immunsystem zusätzlich geschwächt. Und auch durch Küssen verbreiten sich die Viren schnell.

Wie schützt man sich am besten?

Mainka: Eine Impfung ist ratsam, aber nicht zwingend notwendig. Das ist eine individuelle Entscheidung. Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Das Virus trifft aber nur wenige Personen, die geimpft sind – dann meist in abgeschwächter Form. Am besten stärkt man das Immunsystem auf natürliche Weise durch Bewegung an der frischen Luft und gesunde Ernährung. Der Kontakt mit Grippekranken sollte gemieden werden und man sollte nicht krank zur Arbeit gehen. Interview: William Harrison

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