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Kreistag

12.09.2018

Grün-Soziale fordern Kurzzeitpflegeplätze

Die Fraktion will neue Plätze schaffen und sie an die Akutkrankenhäuser angliedern

Landkreis Die Einrichtung von festen Kurzzeitpflegeplätzen an allen Seniorenheimen des gemeinsamen Kommunalunternehmens gKU fordert die grün-soziale Kreistagsfraktion. Ein entsprechender Antrag an das Gremium liegt unserer Zeitung vor. Darin heißt es, die Plätze sollten nach dem Modell „Fix plus X“ entstehen. Dieses Konzept richte sich speziell als Entlastungsangebot an die häusliche Pflege.

„Ambulant vor stationär“ könne nur gelingen, wenn Angebote zur Entlastung von pflegenden Angehörigen vorgehalten würden und diese auch kurzfristig zur Verfügung stünden. Diese Maßnahme solle zeitnah umgesetzt werden, zumal das Modell „Fix plus X“ verbesserte, wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Träger beinhalte. Zudem solle eine Kurzzeitpflegeeinrichtung direkt an eine gKU-Klinik angegliedert beziehungsweise angebunden werden, so die Grün-sozialen weiter.

Der Bedarf an Kurzzeitpflegeplätzen steige zunehmend, begründet die Fraktion ihren Antrag. Gründe dafür seien die demografische, gesellschaftliche Entwicklung und die verkürzte Verweildauer in einem Akutkrankenhaus. Fakt sei, dass im Landkreis Donau-Ries, wie auch im übrigen Land, die Nachfrage nach Kurzzeitpflegeplätzen, akut oder als Entlastung bei häuslicher Pflege, das Angebot übersteige. Momentan würden in den Pflegeeinrichtungen Kurzzeitpflegeplätze eingestreut, das bedeute, teilweise gebe es feste Kurzzeitpflegeplätze, die ganzjährig mit Leistungsempfängern belegt seien. Diese Plätze würden gezielt von Pflegebedürftigen aus der ambulanten Versorgung gebucht, zur Entlastung der Angehörigen beziehungsweise bei Urlaub der privaten Pflegekraft. Für kurzfristige Pflege- oder Rehabilitationsbedürftige, die aus einer akuten Versorgung eines Krankenhauses entlassen werden, sei es oft sehr schwierig, einen Kurzzeitpflegeplatz zu finden.

In der Mitteilung heißt es weiter: „Für diese kurzfristigen Pflegebedürftigen sehen wir eine nahtlose Versorgung in der Übergangsphase zwischen Akutkrankenhaus, Rehabilitationsmaßnahme und selbstständigem Leben Zuhause als unabdingbar. Es gibt nach einer akuten Krankheit kurzfristige Pflegesituationen, zum Beispiel zwei Wochen bis zum nächsten OP-Termin, acht Tage bis zum Rehabeginn. Durch eine interne Überleitung werden Versorgungslücken ausgeschlossen.“ Die grün-soziale Fraktion fordert eine Anbindung an ein Akutkrankenhaus, denn so gebe es keine Unterbrechung der Therapiepläne, wie Physiotherapie oder Veränderung der Behandlung. Das Expertenteam, Ärzte und Therapeuten, aus der akuten Versorgung sei auch in der Übergangspflege für den Pflegebedürftigen da. (pm)

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