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Rain

03.07.2020

Grundschule Rain: Der Neubau verzögert sich

An der Grundschule Rain sollen die alten Bereiche abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden
Bild: Barbara Würmseher

Plus Der Beginn der Abbrucharbeiten in Rain verschiebt sich wohl um ein knappes Jahr auf Spätsommer 2021. Die Gründe liegen in der Suche nach Einsparungsmaßnahmen.

Eigentlich hätte schon heuer im Frühjahr, spätestens aber dann im Herbst der Bagger anrücken sollen, um mit den Abbrucharbeiten am alten Gebäudetrakt der Grundschule Rain zu beginnen. Doch dieser Zeitplan ist hinfällig. Wie Schulverbandsvorsitzender und Rains Bürgermeister Karl Rehm auf Anfrage bestätigt, wird sich der Beginn der Bauarbeiten um „ein Dreivierteljahr bis ein knappes Jahr“ verzögern.

Der Grund dafür ist nach seinen Worten eine Kluft zwischen dem architektonischen Anspruch des Planungsbüros einerseits und der Haushaltslage des Grundschulverbands andererseits. „Aktuell befinden wir uns noch immer in der Entwurfsplanung“, gibt Karl Rehm den Istzustand des Projekts an. „Und die ist zu 80 bis 85 Prozent fertig.“

Unstimmigkeiten zwischen dem Bauamt und den Architekten?

Gut unterrichtete Kreise sprechen von regelrechten Unstimmigkeiten zwischen dem Bauamt der Stadt Rain und dem Münchner Architekturbüro Hirner und Riehl. Das Bauamt habe von jehe Ideen der beauftragten Ingenieure infrage gestellt, sodass sich auch zum jetzigen Zeitpunkt grundsätzliche Gestaltungsdetails noch immer erst in der Diskussionsphase befinden. Dem widerspricht Hochbauamtsleiter Hans-Jürgen Winter: „Hier wird nichts behindert. Es geht lediglich um eine sparsame und wirtschaftliche Planung.“

Grundschule Rain: Der Neubau verzögert sich

In der Tat hat es im Laufe der Planungsjahre Veränderungen an den Entwürfen gegeben. Die wesentlichste sicherlich: Der zunächst L-förmig geplante Baukörper wurde aus Kostengründen auf eine rechteckige Grundfläche reduziert.

Außenwand aus Ziegel oder Beton - diese Frage ist noch offen

Offen ist derzeit noch die Frage, ob über den pädagogischen Freiflächen zwischen den Klassenzimmern – auch Marktplätze genannt – sogenannte Pyramidenstümpfe als Dachformen mit Oberlicht gebaut werden. Ungeklärt ist auch die Überlegung, ob die Außenwand aus Ziegel oder Beton gefertigt werden soll. Zudem gehen die Meinungen über die Qualität von Decken und Bodenbelägen auseinander.

Bürgermeister Rehm stellt sich hinter das städtische Bauamt: „Es ist nicht dessen Aufgabe, alles gut zu heißen, was die Architekten vorschlagen, sondern den Schulverband darauf hinzuweisen, dass es vielleicht günstigere Alternativen gibt. Es ist sicher eine undankbare Aufgabe, hier den Finger in die Wunde zu legen, aber es geht darum, etwas zu optimieren. Immerhin ist die Grundschule ein Riesenbau für den Zweckverband, und da hab ich Verständnis dafür, wenn man sich im Vorfeld länger damit beschäftigt.“

Die geplante räumliche Atmosphäre soll nicht zu kurz kommen

Insgesamt seien alle Beteiligten sehr darum bemüht, das ursprüngliche Konzept so umzusetzen, dass auch die geplante räumliche Atmosphäre nicht zu kurz komme. „Wir wollen eine gute Lösung für die Schule und verfolgen weiterhin den Anspruch der gewünschten Aufenthaltsqualität.“

Am 29. Juli wird der Grundschulzweckverband erneut tagen. Dann sollen alle noch unklaren gestalterischen Einzelheiten beschlossen werden. Erst dann können auch die endgültigen Kosten errechnet werden. Zuletzt war man von insgesamt 18,9 Millionen Euro ausgegangen, die nach Einschätzung Beteiligter wohl nicht zu halten sind. Zum einen ist eine allgemeine Verteuerungsrate bei den beteiligten Gewerken zu befürchten. Zum anderen zeige sich, so Bürgermeister Karl Rehm, dass der Betonbau der Statik wegen tiefer im Erdreich gegründet werden muss. Auch das wird ein Kostenfaktor sein.

Der Zuschussantrag für den Neubau der Grundschule war bereits im September 2028 bei der Regierung von Schwaben eingereicht worden und ist auch grundsätzlich bewilligt, wie Bürgermeister Rehm sagt. Er werde dann, sobald die Pläne fix sind, auf die tatsächliche Situation angepasst.

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