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Rain

03.12.2018

Günther Grünwald: „Ich ziehe die Deppen magnetisch an“

Günther Grünwald pur – ohne Bühnenbild, Lichtershow oder besonderer Garderobe für den Auftritt. So präsentierte er sich in der Dreifachturnhalle in Rain.

Günter Grünwald gastiert in Rain und lästert in derber Art über alles und jeden

Wenn Günter Grünwald die Bühne betritt, benötigt er nicht viel. Keine Musik, kein aufwendiges Bühnenbild, keine Lichtershow. Einfach Günter Grünwald und sein Mikrofon. So mögen ihn seine Fans und so strömten auch circa 1000 Besucher in die Rainer Dreifachturnhalle um seinem Programm „Deppenmagnet“ zu lauschen.

Seit August 2015 tourt er damit durch Deutschland und Österreich, allerdings fügt er immer wieder neue Passagen mit ein. Vor allem mit einer Spezies des Menschen beschäftigt sich der Kabarettist intensiv: dem Depp. Er selbst ziehe sie magnetisch an. „Im Umkreis von 100 Metern steht immer ein Depp und der kommt automatisch zu mir.“

Und so erzählt Grünwald zwei Stunden lang von vielen Deppen die ihm so über den Weg laufen. Natürlich in der typischen, teilweise derben, bayerischen Grünwald Manier. Da ist zum Beispiel der kleine Chinese der Fertigbackmischungen für die großen Bäckereien anmischt, weil normales Backen ja out ist. „Das schmeckt dann so, wie wenn beim Unteren Wirt in Greiling die demenzkranke Oma kocht.“

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Kochsendungen gehen ihm auf die Nerven

Auch im Fernsehen siehe man viele Deppen. Vor allem Kochsendungen gehen Grünwald gewaltig auf die Nerven. Früher hätte man dabei noch was lernen können aber heutzutage müsse eine Kochsendung lustig sein. „Für was brauche ich ein Kochbuch von Tim Mälzer? Da reicht mir ein Zettel wo draufsteht: Nehmen Sie was Sie wollen und hauen Sie es einfach in den Topf.“

Auch weltberühmte Künstler wie Salvador Dali bekamen ihr Fett weg. „Mei hat der einen Krampf gemalt.“ Er selbst kaufe seine Kunstwerke lieber im Baumarkt. „Da hänge ich doch eher ein Bild von einer nackten Frau auf einem weißen Pferd auf, bevor ich mir ein Bild von Elefanten mit dünnen Füßen ansehen muss.“ Doch als der Grantler aus Ingolstadt so richtig in Fahrt kommt, wird Grünwald ungewohnt persönlich. Er erzählt wie er zum Kabarett gekommen sei. Natürlich mit einer gehörigen Portion Sarkasmus. „Bis 30 habe ich viel zu gut ausgesehen für einen Kabarettisten. Also bin ich zum Schönheitschirurgen und habe gesagt: wir gehen diesmal in die andere Richtung.“ Nach dem die Muskeln abgesaugt, der Knackarsch entfernt und die Falten aufgespritzt waren, klappte es auch mit der Kabarett-Karriere. Obwohl es ihm nicht einfach fällt die Disziplin zu wahren. „Sobald ich mich ein bisschen gehen lasse, ist sofort der Waschbrettbauch wieder da“, schimpft Grünwald.

Seinen Humor habe er von den Eltern geerbt. Vor allem der Vater prägte wunderbare Sätze wie „so jetzt gehen wir ins Bett, morgen früh ist die Nacht rum.“ Und weil er dies schon um fünf Uhr nachmittags gesagt habe, wusste man im Hause Grünwald nicht, was nach 17 Uhr in der Welt passiert. „Da war ich zwei Jahre alt. Also dachte ich mir: Dann plärr ich halt jetzt noch acht Stunden lang.“

Die Zugabe gibt es gleich hinterher

So habe der kleine Günter seine Aufgabe als Schreikind sehr ernst genommen. Genauso wie er sich seiner Linie des Kabaretts treu bleibt. Wenn der Grünwald die Bühne verlässt, kommt er nicht wieder. Also gibt es die Zugabe gleich hinterher. Ganz ohne Brimborium. So puristisch wie man ihn kennt.

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