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Neujahrsempfang

19.01.2015

Gut gepolstert für neue Aufgaben

Der Kick- und Thai-Boxer Mario Fieger (Mitte) hat den Sportförderpreis der Gemeinde Buchdorf bekommen. Es gratulierten Bürgermeister Georg Vellinger (rechts) und Fiegers Trainer Seydi Göl.
Bild: Helmut Bissinger

Gemeinde Buchdorf steht aufgrund von sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen gut da und hat deshalb einiges vor. Sportförderpreis für Kick- und Thai-Boxer Mario Fieger

Was Bürgermeister Georg Vellinger zuvor akribisch mit Zahlen belegt hatte, brachte Vize-Landrat Reinhold Bittner beim Neujahrsempfang im Pfarr- und Jugendheim auf den Punkt: „ Buchdorf geht es gut.“ Es sei durchaus überraschend, „dass der Bürgermeister nicht jammert“, fasste Bittner seine Erfahrungen aus anderen Kommunen zusammen.

Dass sich die Gemeinde von einem schmucklosen Straßendorf hin zu einer strukturstarken Dorfgemeinschaft gewandelt habe, sei augenfällig, erklärte Bittner. Im Beisein der ehemaligen Landtagsabgeordneten Georg Schmid und Edgar Würth sowie des aktuellen CSU-Mandatsträgers Wolfgang Fackler verwies Bürgermeister Vellinger auf die Einwohnerstatistik: Sie belegt demnach, dass mittlerweile 1800 Menschen in Buchdorf leben, knapp 200 mehr als noch vor drei Jahren.

„Die finanzielle Lage der Gemeinde ist sehr gut“, freute sich der Bürgermeister. Bei der Steuer- und Umlagekraft erreiche man seit Jahren einen Spitzenplatz im Landkreis, in Schwaben und Bayern. Mit einem Gesamtvolumen von rund 8,7 Millionen Euro unterscheide sich der Haushalt deutlich von den Etats vergleichbarer Gemeinden, meinte Vellinger stolz.

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„Wir haben die niedrigsten Hebesätze bei der Gewerbesteuer im Landkreis“, merkte der Bürgermeister an. Umso erstaunlicher sei es, dass die Buchdorfer Betriebe 2014 rund 3,5 Millionen in den Gemeinsäckel einzahlten: „Dadurch ist unsere Ausgangslage sehr erfreulich.“ Derzeit habe man 3,2 Millionen Euro an Rücklagen.

Angesichts dieser Zahlen blicke man optimistisch in die Zukunft. In der Ortsmitte verfüge die Gemeinde nun über eine Gesamtfläche von gut 10000 Quadratmetern. Vellinger: „Damit sind gute Voraussetzungen geschaffen, um neue Perspektiven zu entwickeln.“ 2015 sei deshalb ein Jahr der Planungen: für einen Neubau des Rathauses, eine Mehrzweckhalle und eventuell einem räumlichen Angebot für die Vereine sowie einen Dorfplatz. „Die mögliche Realisierung wird frühestens im Jahr 2016 beginnen und dann in mehreren Abschnitten, je nach Finanzlage, durchgeführt.“ Auch die Raiffeisen-Volksbank soll im Gesamtkonzept berücksichtigt werden.

Bemühungen um einen Hausarzt dauern an

Es werde für die Bürger, Vereinsvertreter und Gruppierungen ausreichend Gelegenheit sein, sich am Diskussionsprozess zu beteiligen, versicherte der Bürgermeister. Im Übrigen sei eigenes Handeln in allen Punkten von der Mehrheit des Gemeinderats abgesegnet. Um die Weichen für neue Projekte stellen zu können, sei es notwendig, in das Städtebauförderprogramm „Kleinere Städten und Gemeinden“ aufgenommen zu werden. Gemeinsam mit Kaisheim, Monheim und Daiting habe man sich dafür bei der Regierung von Schwaben beworben.

Aber nicht nur das Dorfzentrum stehe im Fokus: Die Straße „Am Sand“ soll ausgebaut (auch da ist 2015 für Planungen vorgesehen), das Bemühen um die Ansiedlung eines Hausarztes fortgesetzt werden.

Vellinger dankte allen, die sich ehrenamtlich für den Ort engagieren. Deshalb seien zum Neujahrsempfang diesmal solche Mitbürger eingeladen worden, insbesondere aber Helfer beim Wahl-Marathon im vergangenen Jahr.

Schließlich rückte ein Sportler in den Blickpunkt: Mario Fieger, der es im Kick- und Thai-Boxen von der deutschen Meisterschaft bis hin zur Weltmeisterschaft gebracht hat. „Das war eine souveräne, herausragende Leistung“, würdigte Vellinger die Erfolge des 35-Jährigen. Der Gemeinderat habe beschlossen, Fieger den Sportförderpreis der Gemeinde zu verleihen, der mit 1000 Euro dotiert ist und seinerzeit nach den Erfolgen der behinderten Leichtathletin Andrea Hegen eingeführt worden war.

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