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Hackings: Der Staat hinkt noch hinterher

Kommentar Von Thomas Hilgendorf
15.01.2019

Können Hacker Kraftwerke manipulieren? Ist die kritische Infrastruktur geschützt? Diese Fragen muss der Staat beantworten.

Wann haben Sie Ihre Passwörter zuletzt geändert? Und: Haben Sie diese auch verschlüsselt? Die meisten werden nun wahrscheinlich bedröppelt zu Boden schauen – der Autor dieser Zeilen inklusive.

IT-Sicherheit ist zweifelsohne ein Feld, das hierzulande sträflich vernachlässigt wird. Während in Nationen wie den Vereinigten Staaten die staatlichen Institutionen im Wettbewerb mit der freien Wirtschaft mit viel Geld um IT-Experten buhlen, herrscht bei uns viel zu oft noch Amtsstubenmief in diesem Bereich. Und so werden weiterhin viele schlaue Köpfe lieber die Angebote großer Firmen annehmen als jene der öffentlichen Verwaltungen.

Dort bringt es indessen wenig, auf digitale Bürgernähe umzustellen, wenn augenscheinlich noch vielerorts eklatante Sicherheitslücken klaffen. Viren und Würmer wie zuletzt „Wannacry“ können ein erhebliches Gefährdungskapital für das Land und die Gesellschaft mitsamt der hoch technisierten, auf digitale Netze ausgelegten Infrastruktur entfalten.

Um handlungsfähiger zu werden, muss die öffentliche Hand künftig sehr viel Geld für entsprechendes Personal und dessen Ausrüstung aufwenden. Nicht auszudenken, wenn – exemplarisch im Hinblick auf unsere Region – die hiesigen Krankenhäuser gehackt werden oder gar die Steuerungssysteme von Kraftwerken. Ein entsprechendes Notfallszenario ist zuletzt bei einem Feldversuch der Lechwerke in Niederschönenfeld simuliert worden – wohl nicht nur zum Spaß.

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