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Kommunalpolitik

11.11.2017

Hänsel: CSU muss Kompass neu ausrichten

CSU-Stadtverbandsvorsitzender Gottfried Hänsel (links) und Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler (rechts) ehrten Engelbert Seitz für seine 50-jährige Mitgliedschaft.
Bild: Thomas Wagner

CSU-Stadtverband Wemding analysiert Wahlergebnis und ehrt Mitglieder

Der CSU-Stadtverband Wemding hat seine Mitgliederversammlung für eine ausführliche Nachlese und selbstkritische Analyse der diesjährigen Bundestagswahl genutzt, und zudem in der Gaststätte Zur Wallfahrt verdiente Mitglieder geehrt.

„Politik ist kein statischer Wert, sondern wird durch den Wettstreit der Parteien, der gegebenen Interpretation der Medien sowie der gesellschaftlichen Interessen immer neu justiert“, erklärte der Vorsitzende Gottfried Hänsel. Er forderte deshalb, dass die CSU ihren Kompass neu ausrichten müsse, um wieder stärker als christliche und soziale Volkspartei wahrgenommen zu werden.

Hänsel stellte aber auch heraus, dass die CSU in Wemding trotz ihrer auch dortigen Verluste mit 46 Prozent deutlich über dem Landes- sowie dem Landkreisergebnis liege. Dazu hatte aus seiner Sicht auch der aktive Wahlkampf vor Ort beigetragen, auch wenn sich der Vorsitzende mehr Unterstützung gewünscht hätte.

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Gottfried Hänsel lobte zudem die Arbeit des Bürgermeisters Martin Drexler, der zusammen mit dem Stadtrat und der Verwaltung nachhaltige Verbesserungen umgesetzt habe und eine ansehnliche Halbzeitbilanz vorweisen könne. Der Stadtverbandsvorsitzende dankte außerdem dem Landtagsabgeordneten Wolfgang Fackler für die tatkräftige Unterstützung.

Fackler seinerseits lobte Bürgermeister Drexler und bezeichnete Gottfried Hänsel als Vorbild, von dessen Idealismus sich viele eine Scheibe abschneiden könnten. In seinem Referat ging Fackler auf das Thema „Die wandelnde Gesellschaft stellt die Politik vor immer neue Herausforderungen“ ein. Demnach sehe er das Wählerpotenzial der CSU in Bayern bei 57 Prozent. Doch dafür müsse man den Menschen klarmachen, dass sie keine Alternative bräuchten.

Der Stimmkreisabgeordnete betonte allerdings auch, dass nicht Umfragen dafür entscheidend sein dürften, was die Politik tue, sondern die innere Haltung: „Unsere Überzeugungen müssen uns leiten, um eine tragfähige Zukunftsvision für Bayern zu entwerfen.“

Fackler plädierte auf eine Rückbesinnung für Kinderreichtum und forderte eine kluge Sozial- und Regionalpolitik für den ländlichen Raum. Der Abgeordnete appellierte zudem an Mut und Entschlossenheit der Mitglieder in einer globalisierten Gesellschaft: „Geben wir unsere Werte und unsere Kultur nicht aus Bequemlichkeit oder gar Gleichgültigkeit aus der Hand.“ Für diese Grundhaltung müsse die CSU auch in Zukunft stehen.

Zudem wurden bei der Versammlung in Wemding für langjährige CSU-Mitgliedschaft folgende Personen gewürdigt: für 50 Jahre: Engelbert Seitz; 45 Jahre: Jakob Schöpf, Josef Schneid, Josef Dietrich, Alois Braun, Bernhard Meyr, Richard Schubert, Theodor Mayer, Willibald Miehlich, Michael Schneid; 40 Jahre: Anneliese Till, Eugen Meitinger; 35 Jahre: Alois Held; 30 Jahre: Marianne Mohrholz, Thomas Biber; 25 Jahre: Paul Trollmann. (dz)

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