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Wohngebiet

25.02.2015

Härpferpark: Durchfahrt zur Westspange geplant?

Auch wenn der Baumarkt sowie der Supermarkt in Sichtweite sind – für Autos ist die viel befahrene Westspange vom Neurieder Weg aus trotz unmittelbarer Nachbarschaft nicht erreichbar. Anwohner befürchten allerdings aufgrund von Überlegungen im Stadtrat eine künftige Durchfahrtsstraße durch den Härpferpark.
Bild: Hilgendorf

Donauwörths Rechtsamtsleiter Richard Lodermeier dementiert angebliche Pläne eines „Durchstoßes“ am Neurieder Weg. Die Anwohner zeigen sich trotzdem besorgt

Viele Bewohner des Donauwörther Härpferparks sind verunsichert: Seit einigen Tagen kursieren Gerüchte über eine angebliche Verlängerung des Neurieder Wegs in Richtung der Ampelkreuzung an der Westspange (in den Bereich der Tankstelle am Kaufland). Faktisch würde dies die Umwandlung der aktuellen Sackgasse innerhalb des Wohngebiets zu einer viel befahrenen Durchfahrtsstraße bedeuten.

Einige Anwohner haben in der vergangenen Woche Infozettel erhalten, welche den Durchstoß des Neurieder Weges zur Westspange thematisieren. Befürchtet wird von den Autoren, welche erst im Juni in das relativ ruhige Wohngebiet gezogen sind, dass bald „ein Großteil des Verkehrs von der Dillinger Straße (...) durch unser Wohngebiet geleitet“ wird. Schließlich würden dann, im Falle einer Verlängerung der Straße, „tausende Autos“ täglich durch die schmale Straße fahren.

Donauwörths Rechtsamtsleiter Richard Lodermeier entkräftet jene angeblichen Pläne allerdings nachdrücklich auf Nachfrage der Donauwörther Zeitung: Man sei zwar konstant dabei, sich im Hinblick auf die Umnutzung der Bahnhofsgegend, welche direkt an das Wohngebiet Härpferpark anschließt, mit einem besseren Verkehrskonzept zu beschäftigen, „ein Durchstich zur Westspange ist aber nicht geplant“.

Es habe zwar im vergangenen Jahr, so Lodermeier, durchaus eine Anfrage der PWG/FW-Fraktion im Donauwörther Stadtrat bezüglich des Härpferparks und der möglichen Einbeziehung des Neurieder Weges in das „Verkehrskonzept Dillinger Straße“ gegeben, mit der man sich schließlich auch am 22. Januar im Bauausschuss auseindergesetzt habe – doch eine Umwandlung beziehungsweise eine Verlängerung der Sackgassenstraße Neurieder Weg wäre „alleine rechtlich nicht machbar“, fasst Lodermeier zusammen. Weder seien die für eine Straßenbau nötigen Grundstücke zwischen Wohnpark und Kaufland im Besitz der Stadt, noch wolle man die Anwohner, die in das junge Baugebiet gezogen sind, stärker belasten.

Und: „Aus kleinen Straßen kann man nicht einfach so eine Durchgangsstraße machen“, betont der Rechtsamtsleiter. Vielmehr gehe es bei einem aktuell angedachten Verkehrskonzept im Bahnhofsbereich um eine „korrekte Anbindung“ der Eduard-Rüber-Straße (am Bahnhofs-Parkhaus) an die Dillinger Straße. Auf den ehemaligen Bahngrundstücken sowie Brachflächen an der Dillinger Straße sind umfassende Baumaßnahmen im Gange. Geplant ist dort, wie berichtet, ein neues Wohn- und Geschäftsviertel des Bahnhofs. Hier sollen Mischgebietsflächen für Handel, Gewerbe und Wohnen entstehen.

Eine weitere Frage: Wie wird die Stadtbus-Route entlastet?

Das bestehende Parkhaus soll zudem an beiden Stirnseiten erweitert werden. Somit ist auch mit mehr Verkehr in der Dillinger Straße zu rechnen. Angesichts dessen denkt man laut Lodermeier über Entzerrungen auf der aktuellen Stadtbus-Route nach. Hierzu gebe es aber bis dato noch keine konkreten Pläne.

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