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Harburg

01.07.2019

Harburg: Claudia Müller tritt für die SPD an

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Claudia Müller (Mitte) will in Harburg Bürgermeisterin werden. Sie wurde von der SPD-Harburg zur nominiert. Links Unterbezirksvorsitzender Christoph Schmid, rechts die Ortsvereinsvorsitzende Lisa Krüger.
Bild: Bernd Schied

Die SPD Harburg schickt Claudia Müller ins Rennen um den Posten des Rathauschefs. Ihr Konkurrent zeigte sich nach der Abstimmung enttäuscht. 

Deutlicher konnte das Votum nicht ausfallen: Mit 14 zu einer Stimme wurde Claudia Müller von den Mitglieder des Harburger SPD-Ortsvereins zur Kandidatin für das Bürgermeisteramt in der Burgstadt am Sonntagabend im Gasthaus Lamm nominiert. Ihr Mitbewerber war Stadtrat Peter Martin, der im Stadtteil Heroldingen wohnt.

Im Vorfeld als Favoritin gehandelt

Die 48-jährige Bauingenieurin und SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat galt bei den Genossen bereits seit geraumer Zeit als Favoritin für die Kandidatur. Nach dem angekündigten Rückzug des amtierenden Rathauschef Wolfgang Kilian (CSU) werden Müller nach derzeitigem Stand gute Chancen eingeräumt, bei den Kommunalwahlen im März nächsten Jahres den Chefsessel im Rathaus zu erobern.

Peter Martin ist vom Beruf Polizeibeamter und sitzt seit 2014 im Stadtrat. In seiner Vorstellungsrede sagte er unter anderen, dass es für einen Bürgermeister wichtig sei, mit den Bürgern „gut umzugehen“. Martin bedauerte den fehlenden Zusammenhalt zwischen den Harburger Stadtteilen und der Kernstadt. Für die SPD sehe er bei der Bürgermeisterwahl gute Chancen, den CSU-Kandidaten zu schlagen, wer immer dies sein möge. Auf inhaltliche Aussagen verzichtete Martin weitgehend. Wie berichtet, haben für die Christsozialen Stadtrat Armin Huber und Bernd Spielberger ihre Hüte in den Ring geworfen. Wer von den beiden das Rennen machen wird und als CSU-Bürgermeisterkandidat antreten wird, entscheidet sich bei einer Mitgliederversammlung Mitte August.

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Claudia Müller bewirbt sich für die SPD Harburg um die Kandidatur für den Bürgermeisterposten.
Bild: Herzig

Claudia Müller präsentierte sich vor dem Ortsverein selbstbewusst und mit klaren Vorstellungen. Sollte sie Kilian-Nachfolgerin werden, wolle sie Harburg „fit für die Zukunft“ machen. Dazu gehörten der Breitbandausbau mittels Glasfaser, Freizeitangebote für die Bürgerinnen und Bürger, Gewerbeflächen für die örtliche Wirtschaft („Ich stehe zu einem Gewerbegebiet in Großsorheim“) und nicht zuletzt die Sanierung der Donauwörther Straße, die sie in drei Bauabschnitt aufteilen will.

Müller: Eine Stadt ist wie eine Familie

Zum Verhältnis der Stadtteile untereinander und zur Kernstadt bemühte Müller einen Vergleich mit einer Familie. Oft sei man unter Geschwistern uneins; aber wenn es darauf ankomme, halte man dann doch zusammen.

Nach der Versammlung sagte Claudia Müller gegenüber unserer Zeitung, sie sei „mit einem guten Gefühl“ in die Abstimmung gegangen. Das eindeutige Votum freue sie sehr. Als nächstes gehe es darum, eine Bewerberliste für die Stadtratswahl zusammenzustellen. Danach würden die Vorbereitungen für den Bürgermeisterwahlkampf beginnen.

Peter Martin zeigte sich enttäuscht über sein schlechtes Abschneiden und meinte: „Zwei oder der Stimmen mehr hätte ich mir schon erwartet.“ Auf die Frage, warum er sich beworben habe, sagte er: „Ich bin von einigen Heroldinger Bürgern gefragt worden, ob ich nicht antreten wolle. Nach reiflicher Überlegung habe ich das dann gemacht.“

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