Newsticker
Syriens Präsident Baschar al-Assad positiv auf Corona getestet
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Harburg will ein „Grünes Zentrum“

Landwirtschaft

16.01.2019

Harburg will ein „Grünes Zentrum“

Auf dieser Ackerfläche bei Ebermergen zwischen B25 und Eisenbahnlinie soll das grüne Zentrum entstehen. Dieses soll zentrale Anlaufstelle für Landwirte sein, da sich dort Maschinenring, Waldbauernvereinigung, Landschaftspflegeverband und Bauernverband ansiedeln wollen. Ob das Landwirtschaftsamt aus Nördlingen ebenfalls dorthin zieht, ist mehr als fraglich. Die CSU Harburg fordert dies.
Bild: Widemann

Der CSU-Ortsvorsitzende in Harburg appelliert beim Neujahrsempfang an Nördlinger OB, seine Blockadehaltung zu überdenken. Wo das Gebäude entstehen soll.

Das von der Waldbesitzervereinigung Nordschwaben und vom Bayerischen Bauernverband geplante „Grüne Zentrum“, die anstehenden Wahlen und der Zusammenhalt im Landkreis waren die bestimmenden Themen beim Neujahrsempfang des CSU-Ortsverbands Harburg.

Wolfgang Stolz fordert volle politische Unterstützung

Der Ortsvorsitzende Wolfgang Stolz forderte die volle politische Unterstützung für ein „Grünes Zentrum“ in der Mitte des Landkreises. Wie gemeldet, ist eine solche Einrichtung auf einem Grundstück an der B25 in Ebermergen geplant. Der Maschinenring Nordschwaben, die Waldbauervereinigung und der Landschaftspflegeverband könnten zusammen mit dem Bauernverband und dem Nördlinger Landwirtschaftsamt einen gemeinsamen Standort beziehen. Konferenz- und Sozialräume würden gemeinsam genutzt und das Zentrum wäre eine zentrale Anlaufstelle für Landwirte in der Region.

Mit Verwunderung kommentierte der CSU-Funktionär die Blockadehaltung des Nördlinger Oberbürgermeisters Hermann Faul. Der kann sich bekanntlich nicht vorstellen, dass das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in ein „Grünes Zentrum“ nach Harburg umzieht. Selbst bei einfachsten Überlegungen müssten doch die Synergieeffekte eines derartigen Projektes aller in der Landwirtschaft handelnden Akteure in der Mitte des Landkreises erkennbar sein, so Stolz. Faul sollte in diesem Fall auch als Kreisrat handeln und das Wohl des gesamten Kreises im Blick haben.

Projekt Grünes Zentrum soll bis Mitte des Jahres baureif sein

Harburgs Bürgermeister Wolfgang Kilian (CSU) erklärte auf Nachfrage dieser Zeitung, dass die Pläne für ein solches Zentrum bereits laufen. Auf einem im Besitz der Stadt Harburg befindlichen Ackerstreifen zwischen der B25 und der Eisenbahn werde aktuell ein Gebäude in Holzbauweise geplant, das je nach Bedarf sinnvoll erweitert werden kann. „Die Maschinenringe wollen auf alle Fälle bauen“, sagt Kilian. Ob das Landwirtschaftsamt mit einstiege, sei dafür nicht relevant. Er geht davon aus, dass das Projekt bis Mitte 2019 baureif wäre. Wann es realisiert werde, liege natürlich daran, wie sich alle Beteiligten einigen. „Die Stadt freut sich, wenn ein solches Zentrum nach Ebermergen kommt“, so Kilian.

CSU blickt auf das vergangene Jahr zurück

Unabhängig vom Thema „Grünes Zentrum“ blickte die CSU Harburg auf das vergangene Jahr zurück: Insbesondere die Besuche der Politiker Monika Hohlmeier, Thomas Goppel und Manfred Weber seien Höhepunkte gewesen.

Der Ortsvorsitzende stimmte auf das anstehende Europaparlamentswahljahr und das 2020 bevorstehende Kommunalwahljahr ein: „Wir müssen das Vertrauen der Bevölkerung für die CSU und die jeweiligen Kandidaten gewinnen.“ Besonders wichtig sei es deshalb im Hinblick auf die anstehenden Kommunalwahlen 2020, die erfolgreiche CSU Kreispolitik in den Fokus zu stellen.

Der Ortsvorsitzende appellierte auch, dass sich möglichst viele Bürger ermutigen lassen sollten, sich für die 2020 anstehende Kommunalwahlen als Stadt- Gemeinde- beziehungsweise Kreisrat auf der Liste einer demokratischen Partei aufstellen zu lassen.

CSU-Kreisvorsitzender Ulrich Lange dankte der Harburger CSU für ihr unermüdliches Engagement. Lange warb für die anstehenden Wahlen auf europäischer und kommunaler Ebene sowie für einen starken Zusammenhalt in der Kreis-CSU.

Nördlingens Ex-OB Paul Kling spricht über die Gebietsreform

Das Thema Landkreis Donau-Ries stand auch im Fokus der Neujahrsrede des Ehrengasts Paul Kling. Der ehemalige Nördlinger OB referierte zur Gebietsreform und betonte, dass ursprünglich eine Fusion der Landkreise Nördlingen und Dinkelsbühl im Gespräch gewesen sei. Im Süden des Landkreises seien Donauwörth und Neuburg als Fusionskandidaten gehandelt worden. Nach langwierigen Gesprächen und mehreren Abstimmungen wurde durch den bayerischen Innenminister der Landkreis Donau-Ries gebildet.

Konkurrenz zwischen Donauwörth und Nördlingen als Ansporn

Auch Wirtschaftsminister Anton Jaumann sei aufgrund der entstehenden Wirtschaftskraft für einen Landkreis Donau-Ries gewesen. Im ersten Kreistag entbrannten teilweise erbitterte Diskussionen um den Landkreissitz. Nicht zuletzt aufgrund des höheren Bevölkerungsanteils wurde im Kreistag mehrheitlich Donauwörth zum Kreissitz bestimmt. Der danach ausgehandelte Ämterausgleich erforderte Kling zufolge gerade in Nördlingen einen Neubau von Behörden wie zum Beispiel Finanzamt und Amtsgericht.

Trotz aller Geburtswehen habe sich der Zusammenschluss bewährt. Kling bezeichnete die Konkurrenz zwischen den Städten Donauwörth und Nördlingen als Ansporn, sich positiv zu entwickeln. In so manchen Projekten sei die Konkurrenz durchaus auch förderlich gewesen

Ortsverband-Vorsitzender Stolz wies auf zwei Veranstaltungen hin. Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt spricht am 19. Januar in Heroldingen, Landtagspräsidentin Ilse Aigner kommt zum „Politischen Ascherdonnerstag“ am 7. März in Mauren. (pm, fene)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren