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13.02.2020

Harburger Kandidat betreibt echten Wahlmarathon

Bernd Spielberger von der CSU läuft am 22. Februar durch jeden Ortsteil Harburgs.
Bild: Izso

Der Wahlkampf wird für einen Kandidaten der Stadt Harburg zum Marathon - und zwar wortwörtlich.

Wenn Kandidaten von einem Termin zum nächsten hetzen, um Präsenz zu zeigen, von Haustür zu Haustür gehen, um mit möglichst vielen potenziellen Wählern einen kurzen persönlichen Kontakt zu haben, und samstagvormittags auf zugigen Parkplätzen Kugelschreiber und Gummibärchen an die Einkaufenden verteilen, dann nennt man das gemeinhin Wahlmarathon. Einen solchen absolvieren derzeit im ganzen Landkreis Hunderte von Landrats-, Bürgermeister-, Kreistags-, Stadtrats- und Gemeinderatskandidaten. Die Kommunalwahlen sorgen alle sechs Jahre für allgemeine Aufgeregtheit und viele Debatten, welcher Bewerber denn für welchen Posten am geeignetsten sei. Ist auch kein Wunder: Schließlich entscheiden diese Menschen über vieles, was direkt vor Ort passiert.

Bernd Spielberger will von Ortsteil zu Ortsteil rennen

Regelmäßig machen sich die Partei- und Gruppierungsstrategen Gedanken darüber, wie man noch mehr Menschen erreichen beziehungsweise noch größere Aufmerksamkeit erzeugen könnte im Wettbewerb um die Wähler. Bernd Spielberger ist einer dieser Kandidaten, die sich gerade im Ausnahmezustand befinden. Er möchte Bürgermeister der Stadt Harburg werden. Dafür ist er offenbar bereit, alles zu geben. Genauer gesagt: Er will einen Marathon absolvieren. Einen richtigen. Über 42 Kilometer will er rennen, von Ortsteil zu Ortsteil.

Weil Harburg davon viele hat, ist die Strecke entsprechend lang. Die Aktion am 22. Februar ist minutiös geplant. Start im Weiler Spielberg um 9 Uhr. Ankunft in Möggingen 9.33 Uhr, Großsorheim 10.07 Uhr, Hoppingen 10.36 Uhr, Heroldingen 11.08 Uhr, Schrattenhofen 11.36 Uhr, Katzenstein 12.12 Uhr, Ronheim 12.47 Uhr, Mündling 13.37 Uhr, Marbach 14.33 Uhr, Brünsee 15.02 Uhr, Ebermergen 15.37 Uhr, Mauren 16.21 Uhr, Harburg 17.11 Uhr.

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Soll heißen: Spielberger will die Distanz in knapp acht Stunden bewältigen, jeweils mit einer 20-minütigen Pause in jedem Ort – „für ein persönliches Gespräch mit den Bürgern“. Da kann man nur hoffen, dass die Kondition ausreicht, um auch nach fünf, sechs oder sieben Stunden den Bewohnern noch aufmerksam Rede und Antwort zu stehen. Und dass das Wetter mitspielt. Im Februar kann es auch schneien. Das kann zu Verzögerungen führen. Ganz abgesehen von der Gefahr, sich eine kräftige Erkältung zu holen. Bettruhe statt Stimmenfang. Das könnte in der entscheidenden Phase des Wettrennens um die Wählerschaft fatal sein.

So ein Marathon bringt Sportler an Grenzen. Viele Kandidaten sind – auf verschiedenste Weise – bereit, an diese zu gehen. Mal schauen, wer am 15. März die Nase vorne hat.

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13.02.2020

Was bringt das dem Bürger?
Das ist echt Sinnlos.
So Wahlkampf ist wirklich fraglich.
Peter Martin
SPD Harburg
Stadtrat

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