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Haushalt Donauwörth: Jetzt müssen endlich Veränderungen sichtbar werden

Kommentar Von Barbara Wild
30.01.2021

Plus Die Bürger haben dem neuen Stadtrat und OB Zeit gegeben, sich zu sortieren - auch wegen Corona. Doch jetzt wollen sie nicht mehr länger warten, dass ihre schöne Stadt neue Impulse erfährt. Sie wollen es sehen.

Wer die Liste an Projekten der Stadt Donauwörth liest, der könnte jetzt gelangweilt und frustriert diese Zeitungsseite beiseite legen und denken: Immer nur die gleichen Reden und am Ende tut sich ja doch nichts.

Zugegeben – in den vergangenen Jahren war dieser Eindruck nicht falsch. Viel wurde geplant, diskutiert, Notwendigkeiten beschworen und am Ende wurde wenig wirklich realisiert. Auch 2020 hat sich in Donauwörth kaum etwas getan.

Dennoch ist in diesem Jahr etwas anders und wenn die allgegenwärtige Pandemie nicht alle Pläne durchkreuzt, dann kann 2021 endlich ein Jahr des Aufbruchs werden. Großer Vorteil in diesem Jahr ist die frühe Verabschiedung des Haushaltes. Vergangenes Jahr berichtete die Donauwörther Zeitung am 14. April vom tags zuvor beschlossenen Haushalt. Dieses Mal ist man gut elf Wochen vorher dran.

Nach dem Jahr 2021 muss sich OB Sorré das erste Mal an seiner Arbeit messen lassen

Zudem wurde inhaltlich anders geplant. Die Prioritäten sind klar und vor allem im Konsens gesteckt. Das Gremium blickt nicht nur bis Ende des Jahres 2021, sondern auf die nächsten vier Jahre. Das nimmt den Druck raus und bereitet die Stadträte schon mal darauf vor, was sie demnächst an Millionenbeträgen freigeben müssen.

2021, ein Jahr, an dem sich OB Sorré das erste Mal messen lassen muss. Nach sieben Monaten im Amt hat er die Verwaltung optimiert, neue Stellen und Kommunikationswege geschaffen. Er hat sich einen Überblick über die Arbeitsweise im Haus und über die anstehenden Projekte machen können. Ein Vorteil im Corona-Jahr: Es gab nicht viele Veranstaltungen, die ihn davon hätten ablenken können.

Doch jetzt wollen die Bürger Donauwörths nicht mehr länger warten, dass ihre schöne Stadt neue Impulse erfährt. Sie wollen es sehen. Dass vor allem für die Innenstadt etwas getan wird, die nach dem Ende des Lockdown erst ihre echte Verfassung zeigen wird, ist klar. Beim Thema Tanzhaus nun endlich Nägel mit Köpfen zu machen, würde nicht nur für die Tatkraft des neuen OB und seines neuen Stadtrates sprechen. Es wäre ein Zeichen, dass Donauwörths Seele mehr denn je braucht. Das Haus mit Leben zu füllen würde die Identifikation der Donauwörther mit ihrer Stadt wieder stärken. Wir brauchen wieder etwas, worauf wir stolz sein können.

Mit dem Stadtladen – einer Initiative aus der Mitte der Bürger – ist das bereits gelungen. Jetzt muss das Rathaus zeigen, ob es das Jahr der Corona-Pause gut genutzt hat, um auch seinen Teil beizutragen. Die Schonfrist ist vorbei.

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