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Donauwörth

15.01.2019

Hausmeister stiehlt in Firma

Ein 36-Jähriger lässt im südlichen Donau-Ries-Kreis elektronische Geräte mitgehen.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Plus Ein 36-Jähriger lässt im südlichen Donau-Ries-Kreis elektronische Geräte mitgehen. Wie der Dieb aufgeflogen ist und wie ihn das Gericht bestraft.

Eigentlich soll sich ein Hausmeister darum kümmern, dass in einem Betrieb alles läuft. In einem Ort im südlichen Donau-Ries-Kreis handelte ein solcher Mitarbeiter aber ganz anders. Er stahl nach und nach diverse Gegenstände, vor allem elektronische Geräte. Als er eines davon zu Geld machen wollte, flog er auf – und musste sich nun vor dem Amtsgericht Nördlingen verantworten.

Einem Beschäftigten des Unternehmens fiel im Sommer 2018 eine Anzeige im sozialen Netzwerk Facebook auf. In dieser wurde ein Laptop angeboten. Ein Solches war in dem Betrieb verschwunden. Der Mann wendete sich an den IT-Leiter. Das Gerät habe dem vermissten sehr ähnlichgesehen, schilderte in der Verhandlung der Computerspezialist, der als Zeuge geladen war. Zusammen mit vertrauten Kollegen überlegte er, wie man sicher gehen könnte, des es sich um den eigenen Laptop handelte. Der Verdacht eines Diebstahls sei naheliegend gewesen, denn: „Es gab frühere Geschichten, in denen Zeug abhandengekommen war.

Auch einen Computer und einen Picknickkorb gestohlen

Die Lösung: Der Bruder eines Kollegen trat als „Scheinkäufer“ auf. Er erstand den Laptop für 600 Euro. Anhand der Seriennummer war dann schnell klar, dass das Gerät aus der Firma stammte. Am folgenden Tag musste der Verdächtige zur Geschäftsführung. Ihm wurde gekündigt und er wurde der Polizei übergeben. Der 36-Jährige räumte den Diebstahl ein – und sagte er habe „noch etwas zu Hause“. Bei einer Wohnungsdurchsuchung kamen ein Computer, ein Beamer, ein Radio und ein Picknickkorb zum Vorschein. Der Hausmeister gestand, auch diese Gegenstände gestohlen zu haben. Gesamtwert (inklusive Laptop): rund 5000 Euro. Die Begründung für diese Taten: Das Geld sei „ein bisschen knapp“.

Das Urteil der Richterin

Vor Gericht stellte sich die Frage, wie die Diebstähle zu werten sind. Verteidiger Josef Bickelbacher war der Ansicht, dass es sich um „Gelegenheitstaten“ gehandelt habe. Dafür sollte eine Freiheitsstrafe von nicht über acht Monaten zur Bewährung ausreichend sein. Staatsanwältin Katharina Horn sah es als erwiesen an, dass der 36-Jährige gewerbsmäßig vorging, also sich sein Einkommen aufbessern wollte. Zudem sei der Angeklagte kein unbeschriebenes Blatt. Er war bereits dreimal vorbestraft, wegen Verkehrsdelikten und wegen Unterschlagung. Die Staatsanwältin forderte deshalb eine Freiheitsstrafe von einem Jahr zur Bewährung.

Richterin Katrin Wegele wählte bei ihrem Urteil die Mitte: zehn Monate zur Bewährung. Zudem muss der Mann eine Geldbuße von 1000 Euro bezahlen. Die Richterin ging ebenfalls davon aus, dass gewerbsmäßige Diebstähle vorlagen. Der Mann habe die Geräte verhökern wollen.

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