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Donauwörth

27.03.2019

Heilig Kreuz und Sankt Ursula: So sehen die Pläne aus

Die Realschule Heilig Kreuz ist an der Neudegger Allee in Donauwörth zuhause. Dorthin wird auch die Realschule Sankt Ursula ziehen. Darum wird an das bestehende Gebäude ein L-förmiger Komplex angebaut.
Bild: Wenzel

Plus Beide Bildungseinrichtungen werden künftig in der Neudegger Allee angesiedelt. Die Gesamtkosten dafür betragen 20 Millionen Euro. Wie der Anbau aussehen soll.

Zwei eigenständige Schulen auf einem Schulcampus: Das ist die Idee für die Zukunft der beiden Realschulen Heilig Kreuz und Sankt Ursula in Donauwörth. Während die erste Bildungseinrichtung bereits jetzt an der Neudegger Allee angesiedelt ist, soll die zweite bald dazu kommen. Dafür werde ein L-förmiger Baukörper angebaut, wie Projektleiter Werner Kapfer vom Sankt Ulrichswerk in Augsburg in der Sitzung des Donau-Rieser Kreistages erläuterte.

Die Gebäude sollen am Ende zusammen einen Ring um einen begrünten Innenhof bilden. Zudem soll das bisherige Heilig-Kreuz-Gebäude saniert werden. Rund 20 Millionen Euro werde das Projekt insgesamt kosten, sagte Kapfer. Ursprünglich war man von 15,5 Millionen Euro ausgegangen, aber: „Bei den momentanen Baupreisen ist das nicht reell.“ Die Diözese habe nachfinanziert, das Raumprogramm wurde angepasst. Baubeginn ist im Jahr 2020.

L-förmiger Anbau

Der L-förmige Anbau soll aus zwei Geschossen bestehen, erklärt Kapfer im Gespräch mit unserer Zeitung. Das untere werde aus Beton gebaut, das obere sei eine sogenannte Hybridkonstruktion. Dabei werden die fertigen Bauteile aus Stahl und Holz mit langen Tiefladern angeliefert und an Ort und Stelle verschraubt: „Da steht das Geschoss relativ schnell.“ Die Schulcontainer, in denen derzeit die gKU-Schwesternschule untergebracht ist, werden abgerissen, sobald der Neubau am Krankenhaus fertig ist.

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Steht der neue Anbau – der Projektleiter rechnet mit einem Jahr Bauzeit –, sollen dort zunächst die Buben und Mädchen von Heilig Kreuz unterrichtet werden. Dann wird das alte Schulgebäude saniert, was laut Kapfer ein weiteres Jahr dauern wird. Anschließend zieht die Realschule Heilig Kreuz wieder in die eigenen Räume und die Kinder von Sankt Ursula werden an der Neudegger Allee unterrichtet. Beide Schulen haben künftig getrennte Eingänge, nutzen aber manche Räume zusammen, etwa die Mensa.

Wünsche nicht ganz erfüllt

Das bestätigt Rektor Joachim Düsing von der Realschule Heilig Kreuz. So gebe es beispielsweise einen Kunstsaal für beide Bildungseinrichtungen oder einen Fachraum für Haushalt und Ernährung. Derzeit kann die Realschule Heilig Kreuz über 24 Klassenzimmer verfügen. Im aktuellen Schuljahr werden an ihr 452 Schüler – Buben und Mädchen – in 18 Klassen unterrichtet.

Künftig stehen der Schulfamilie 18 Klassenzimmer und drei Ausweichräume zur Verfügung, berichtet Düsing. Das Raumprogramm werde erfüllt, die Wünsche wären allerdings größer gewesen: „Mehr hätte uns gefreut.“ Und für die Übergangszeit müssten noch Lösungen gefunden werden. Denn das Raumprogramm von Sankt Ursula unterscheidet sich deutlich von Heilig Kreuz.

Die Bildungseinrichtung, die von der Klostergasse in die Neudegger Allee ziehen wird, ist derzeit eine Mädchen-Realschule. Die Schülerinnen werden nach dem sogenannten Marchtaler Plan unterrichtet, einem besonderen pädagogischen Konzept, bei dem freie Still- und Gruppenarbeit eine wichtige Rolle spielt, wie Kapfer erklärt. Die Mädchen erarbeiten sich den Unterrichtsstoff auch selber. Das könnten sie in Zukunft auch im begrünten Innenhof tun, der eine ruhige Zone werden solle, sagt der Projektleiter.

Eigenständigkeit als wichtiger Punkt

Zwölf Klassen werden derzeit an der Bildungseinrichtung unterrichtet, so der stellvertretende Schulleiter Thomas Schuster. Bis zum Umzug werde man eine reine Mädchenschule bleiben. Erst danach werden auch Buben zugelassen – allerdings erst ab der ersten 5. Klasse am neuen Standort. An zwei Nachmittagen werde man einen gebundenen Ganztag anbieten, erklärt Schuster, zwei weitere sind für die Eltern buchbar. Wichtig sei es für die Schule gewesen, eigenständig zu bleiben: „Es gibt zwei getrennte pädagogische Konzepte und auch die Verwaltung bleibt eigenständig.“

Im Kreistag ging es um die Beteiligung des Landkreises an dem Projekt. Die Räte beschlossen unter anderem, dass sich der Kreis finanziell an der Baumaßnahme beteiligt – und zwar in Höhe von 50 Prozent der nicht staatlicherseits geförderten Kosten, höchstens aber fünf Millionen Euro. Zudem will sich der Landkreis mit 50 Prozent an den laufenden Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten des Gebäudes, der technischen Anlagen und der Außenanlagen sowie am Gebäudesanierungsaufwand der beiden Realschulen beteiligen.

Das Erbgrundstück wird dem Projektträger zudem unentgeltlich überlassen. Landrat Stefan Rößle sagte in Kapfers Richtung: „Wir freuen uns auf eine hoffentlich gelungene Baumaßnahme und hoffen, dass sie im Kostenrahmen bleibt.“

Lesen Sie hierzu auch: Ära der Knabenrealschule ist vorbei Realschule Heilig Kreuz öffnet für Mädchen

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