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Verkehr

17.09.2019

Heroldingen: Das Lkw-Verbot und seine Folgen

Auf der Kreisstraße in und bei Heroldingen dürfen keine Laster mehr fahren. Nicht jeder Lkw-Fahrer hält sich daran, jedoch hat sich der Schwerlastverkehr zum großen Teil auf andere Routen verlagert – vor allem über Huisheim.
Bild: Wolfgang Widemann

Viel weniger Lastwagen im Harburger Stadtteil, dafür aber mehr in Huisheim. Was die B-25-Sperrung sonst noch mit sich bringt.

Die Maßnahme wirkt: Seit die Kreisstraße über Heroldingen für den Schwerlastverkehr gesperrt ist, durchqueren zwar noch immer massenweise Autos und verbotenerweise einige Lastwagen den Ort, jedoch lange nicht mehr so viele wie in der ersten Woche der Sperrung der B25 bei Harburg. Das berichtet der Harburger Bürgermeister Wolfgang Kilian. „Das hat sich erheblich entzerrt“, beschreibt er die Situation.

Bekanntlich hat am vorigen Freitag das Landratsamt Donau-Ries reagiert, nachdem täglich rund 10000 Pkw und 1300 Lkw in Heroldingen gezählt worden waren. Ein Großteil der Verkehrsteilnehmer, die normalerweise auf der B25 unterwegs sind, wählte die Route als „Schleichweg“. Dies brachte die Anwohner auf die Barrikaden und setzte der bereits maroden Kreisstraße zu.

Schwerlastverkehr verlagert sich nach Huisheim

Nach der Sperrung für Lkw hat sich der Schwerlastverkehr offenbar zu einem erheblichen Teil auf die Staatsstraßen über Wemding verlagert. Dies bekommen nun anscheinend besonders die Huisheimer zu spüren. „Es ist fast nicht mehr auszuhalten“, sagt Bürgermeister Harald Müller auf Anfrage. Die Lastwagen kämen „aus allen Richtungen“ – also von Harburg, Wemding, Bühl und Heroldingen her. Wobei über letztere Verbindung vor allem bis Montagvormittag verstärkter Lkw-Verkehr herrschte. Grund: In Heroldingen war von der Staatsstraße Großsorheim – Oettingen her das Verbotsschild zunächst mitten im Ort an der Abzweigung in die Wörnitzstraße aufgestellt. Über diese wichen dann zahlreiche Lastwagenfahrer in Richtung Huisheim aus. Laut Magnus Kastenhofer, Sachbearbeiter Verkehr der Polizei im Donau-Ries-Kreis, wurde die Sperrung dann am Montag an die Staatsstraße vorverlegt.

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Lkw-Fahrverbot in Heroldingen: Die Polizei kontrolliert verstärkt

Sowohl die Polizeiinspektion (PI) als auch die Verkehrspolizeiinspektion (VPI) Donauwörth kontrolliere seit Freitag verstärkt auf besagtem Abschnitt. Dabei seien Lkw-Fahrer gestoppt und angezeigt worden. Ihnen drohen eine Bußgeld von jeweils 70 Euro und ein Punkt in Flensburg. „Wir sind im Rahmen unserer Möglichkeiten schon dahinter“, erklärt stellvertretender PI-Leiter Gerhard Bißwanger.

Nach wie vor einiges los ist in Harburg in der Ortsdurchfahrt in/aus Richtung Wemding. In der Grasstraße wurde – wie gemeldet – eine provisorische Fußgängerampel installiert. In der Nördlinger Straße, in die sich wiederholt Lastwagen „verirrten“, werde demnächst ein weiteres Verkehrszeichen gestellt, kündigt Bürgermeister Kilian an. Dies habe man in Absprache mit Hilmar Maiwald – der hat ein Haus an der engsten Stelle – in Auftrag gegeben. Auf dem Spezialschild zum Lkw-Durchfahrverbot werde schräg ein Hauseck eingezeichnet. Das Schild sei bereits vor längerer Zeit bestellt, aber noch nicht geliefert worden.

Jetzt werden die Fahrzeuge in Großsorheim gezählt

Derweil werden jetzt nicht mehr in Heroldingen, sondern im Stadtteil Großsorheim in der Langgasse mittels eines Geräts die Fahrzeuge gezählt.

Damit könnte die Grundlage dafür geschaffen werden, die Durchfahrt auf Lastwagen mit einem Gewicht bis zu acht Tonnen zu beschränken – und auch dieses „Schlupfloch“ für den Schwerlastverkehr zu schließen.

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