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Buchdorf

16.02.2020

Hier wird der Grundstein für die „Neue Mitte“ gelegt

Für die Nachwelt: Eine Kupfer-Box mit Dokumenten von 2020 wurde in eine Wand im künftigen, neuen Buchdorfer Rathaus eingefügt. 
Bild: Bissinger

Plus In Buchdorf wird die Grundsteinlegung für das Dorfzentrum gefeiert. Der Bürgermeister verteidigt dabei das Projekt, das im Ort nicht nur Unterstützer hat.

Für die einen ist es eine Jahrhundertchance, die anderen prophezeien ein finanzielles Desaster. Buchdorfs Bürgermeister Georg Vellinger ist sich der weit auseinander liegenden Meinung von Menschen bewusst, die in seinem Heimatort leben. Das Thema Dorfzentrum ist umstritten in Buchdorf. Bei der Grundsteinlegung gab es nun weitere Details.

Vellinger lässt keine Gelegenheit verstreichen, darauf hinzuweisen, dass das Projekt Dorfzentrum von der Regierung von Schwaben mit 60 Prozent pro Einzelmaßnahme gefördert wird. „Das zeigt in erster Linie, dass die Fachleute die Notwendigkeit des Vorhabens erkannt haben, aber auch die Qualität anerkennen“, erklärte Architekt Stefan Mohr (Schondorf am Ammersee), als nun im Rohbau des neuen Rathauses der Grundstein für die Bauarbeiten gelegt wurde, die in mehreren Teilabschnitten erfolgen sollen. Planer und Bürgermeister legten eine Tageszeitung, die Projektbeschreibung, Zeitungsbeiträge und Pläne in eine Kupfer-Box, die in die Wand eingelassen und mit einer Marmorplatte abgedeckt wurde.

Erstmals eine Grundsteinlegung

Zuvor hatte Vellinger im künftigen Sitzungssaal des Rathauses die Pläne erörtert, während die örtliche Musikkapelle für einen würdigen Rahmen sorgte. Eine Grundsteinlegung habe es in Buchdorf noch nicht gegeben, so Vellinger. Sie sei allerdings in Anbetracht der Bedeutung der Baumaßnahme “Neue Mitte“ angebracht. Der Bürgermeister erinnerte an die Suche nach einem Standort, die 2013 begonnen habe. Ein Jahr später sei man schließlich in das Städtebauförderprogramm aufgenommen worden.

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Die Regierung signalisierte alsbald Unterstützung, als ihr die Pläne für ein Dorfzentrum mit Rathaus, Nah- und Gesundheitsversorgung, ein Dorfplatz mit Bewirtungsmöglichkeiten, Bürgerzentrum für soziale und kulturelle Zwecke, für Vereinsnutzung und eine Sporthalle vorgelegt wurden. Gleichzeitig machten die Experten der Regierung aber auch klar, „dass sie für keinen anderen Standort Gelder freigeben werden“, so Vellinger.

Herzstück ist der Sitzungsaal

Mittlerweile sind bereits 900000 Euro bewilligt und 230000 Euro bereits ausbezahlt worden. Vellinger: „Allein für die Gestaltung des Dorfplatzes sind 600000 Euro Zuschuss zugesagt. „Die bewilligten Beträge sind jeweils an die Verwirklichung des Gesamtkonzeptes gebunden“, erläuterte Vellinger.

Herzstück des Rathauses ist der Sitzungssaal mit knapp hundert Quadratmetern Fläche. Auch ein Trauungszimmer entsteht. Die Zeiten, als die Trauungen im Wohnzimmer des Bürgermeisters stattfanden, werden also bald vorbei sein. Alle öffentlichen Bereiche sind nach den Plänen barrierefrei. In das Geschäftshaus 1 ziehen die Genossenschaft (erworben durch einen finanziellen Anteil der Bank) und eine Arztpraxis.

Auch ein Dorfladen soll kommen

Damit aber nicht genug: ein weiteres Geschäftshaus wird derzeit geplant. Dort sollen der Dorfladen und ein gastronomischer Betrieb ihren Platz finden. Das Obergeschoss ist nach den Ausführungen Vellingers für ein zahnmedizinisches Versorgungszentrum vorgesehen, wahrscheinlich auch in Form eines Eigenanteils erworben.

Schließlich soll in einer weiteren Bauphase ein Bürgerhaus entstehen. Dort sollen der Musik- wie der Schützenverein ihre Domizile erhalten. „Das eröffnet den Vereinen viele neue Möglichkeiten“, blickte Bürgermeister Vellinger in die Zukunft. Im Bürgersaal könnten beispielsweise Konzerte durchgeführt werden. Außerdem habe man Räume für die Volkshochschule und eine Bücherei ins Auge gefasst.

Schließlich geht es um die rückwärtige Anordung einer Turnhalle, um die Sportmöglichkeiten auch für die Grundschulkinder zu verbessern.

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