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Harburg

02.06.2020

Historische Lok verursacht Großeinsatz entlang der Bahnstrecke

Eine historische Dampflok (rechts) stieß bei einer Fahrt zwischen Donauwörth und Nördlingen die Funken aus. Da es sehr trocken war, sorgten diese für Glutnester, die 90 Feuerwehrmänner löschten.

Plus 90 Mann waren am Montag im Einsatz, um rund zehn Feuer am Gleis zu löschen. Wie der Kreisbrandmeister Reiner Häfele die Situation erlebte.

Reiner Häfele weiß schon, was kommt, wenn er den Zug hört. Erst rattert die historische Dampflok durch das Wörnitztal, kurze Zeit später kommt die Alarmierung. „Wir hatten das jetzt schon ein paarmal, dass nach der Fahrt der Lok Brandherde am Gleis entstehen. Dieses Mal war es aber schon ein sehr aufwendiger Einsatz.“

Lesen Sie hierzu: Gras an der Bahnstrecke brennt: Mehrere Feuerwehren im Einsatz

Wie berichtet war am Montagnachmittag eine historische Lok des Eisenbahnmuseums Nördlingen auf großer Pfingstdampffahrt. Es sollte eine Fotofahrt sein, denn in Zeiten der Pandemie mussten viele Fahrten ausfallen. Zudem war die Schnellzuglok mit der 001 180-9 samt M-Wagen-Garnitur frisch repariert und jetzt wieder aufs Gleis gesetzt worden. Zahlreiche Lokfans hatten sich mit ihren Kameras entlang der Bahnstrecke postiert und warteten auf das Motiv.

Historische Lok verursacht Großeinsatz entlang der Bahnstrecke

Glimmende Funken setzten das Gras in Brand

Doch gegen 13.25 Uhr am Bahnhof Ebermergen flogen technisch bedingt glimmende Funken aus dem Schornstein der Lok. Die landeten auf dem durch die Trockenheit verdörrten Gras auf und neben dem Gleis. Es bildeten sich Brandnester. Je weiter die Lok fuhr, desto mehr Brände wurden durch die heißen Funken ausgelöst. Am Ende war auf die Feuerwehr auf einer Strecke von 15 bis 20 Kilometer im Einsatz. Kleine Rauchsäulen zeigten, wo die Glut in den Wiesen und Büschen zu lodern begonnen hatte.

Reiner Häfele, Kreisbrandmeister für den Bereich Jura, der selbst in Harburg wohnt, war vor Ort. Zusammen mit 90 Kollegen der Feuerwehren aus Harburg, Ebermergen, Wörnitzstein und Möttingen versuchte er die rund zehn Brandnester unter Kontrolle zu bringen. „Das Problem ist, dass wir an einigen Stellen kaum an die Bahngleise heranfahren können. Zum Teil mussten wir 100 Meter lang die Schläuche auslegen, bis wir löschen konnten.“ Rund drei Stunden waren die Rettungskräfte im Einsatz. Ein Sachschaden entstand laut Polizei Donauwörth nicht.

Bundespolizei nutzt Wärmebildkamera

Nachdem der Zug wieder in Nördlingen eingetroffen war und sämtliche Kleinfeuer gelöscht waren, flog ein Hubschrauber der Bundespolizei mit Wärmebildkamera über den entsprechenden Bereich. Zudem sei die Deutsche Bahn mit einem Personenzug die Strecke abgefahren, um die Sicherheit der Gleise zu kontrollieren, berichtet Häfele.

Nach ersten Auskünften fachkundiger Stellen handelte es sich um einen normalen technischen Vorgang, in dessen Zusammenhang keinerlei Sachschaden entstanden ist.

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