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Haushalt

29.06.2019

Hohe Zuschüsse machen Projekte möglich

Die Mündlinger Straße (im Bild) sowie weitere Bereiche in Huisheim haben sich in Baustellen verwandelt. Die Maßnahme verschlingt viel Geld, den Großteil der Kosten übernimmt der Staat.
Bild: Wolfgang Widemann

In der Gemeinde Huisheim wird heuer wieder viel Geld investiert. Wie die Kommune das schultern kann, obwohl die Gewerbesteuer-Einnahmen einbrechen

Die Zeit der Baustellen in der Gemeinde Huisheim geht weiter. Obwohl die Kommune auch in diesem Jahr einen Millionenbetrag in diverse Maßnahmen investiert und gleichzeitig einen Einbruch bei den Gewerbesteuer-Einnahmen verkraften muss, sind keine neuen Kredite nötig. Wesentlicher Grund dafür sind enorme staatliche Zuschüsse.

Der Gemeinderat hat nun einstimmig den Haushalt für 2019 verabschiedet. Größtes Projekt sind die Bauarbeiten in insgesamt sechs Straßen. Aktuell werden in Huisheim in der Mündlinger Straße, in der Pfarrer-Wiedemann-Straße und in der Straße Am Lettenbuck der Abwasserkanal und die Wasserleitungen erneuert, sowie Versorgungsleitungen (DSL, Gas, Strom) verlegt. Voraussichtlich von Ende Juli an rücken die Firmen dann in gleicher Sache auch in Gosheim an: im Gartenweg sowie in Teilen der Schloßgartenstraße und der Straße Am Kalvarienberg. Gut eine Million Euro verschlingt Bürgermeister Harald Müller zufolge der Kanalbau, hinzu kommen 330000 Euro für die Wasserleitungen. In beiden Fällen könne die Gemeinde mit einer Förderung von bis zu 90 Prozent rechnen.

Gleiches gilt für mehrere Trinkwasserleitungen außerorts. Es werden unter anderem die Leitungen zwischen Fünfstetten und dem Huisheimer Ortsteil Lommersheim, sowie im Bereich der Mühlen entlang der Schwalb erneuert. Die Kosten: gut 600000 Euro. Insgesamt werden die Leitungen auf einer Länge von rund fünf Kilometern ausgetauscht. Das Vorhaben soll laut Müller demnächst gestartet werden. Ein weiteres größeres Projekt: Das gesamte Gemeindegebiet soll die Möglichkeit eines Breitbandanschlusses erhalten. Dies kostet rund 850000 Euro. Auch hier entfällt auf die Kommune nur ein kleiner Teil, da der Staat einen 80-prozentigen Zuschuss zahlt.

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In den sechs genannten Straßen in Huisheim und Gosheim wird auch eine neue Beleuchtung installiert. Dafür sind heuer 170000 Euro vorgesehen. Im Bereich der Gemeinde sollen 35 Sitzbänke aufgestellt werden. Im Zuge der Dorferneuerung wird an der Oberdorfstraße in Huisheim zudem ein Brunnen platziert werden. Diese Maßnahmen dürften etwa 30000 Euro kosten. Weitere kleinere Vorhaben sind der Einbau eines Behinderten-WC in die Sualafeldhalle und die Sanierung des Leichenhauses in Huisheim. Die Grundschule bekommt Tablets und Bildschirme in jedem Klassenzimmer.

Um all die genannten Investitionen zu finanzieren, muss die Gemeinde keine neuen Schulden machen. Die Verbindlichkeiten verringern sich im Laufe des Jahres voraussichtlich um ungefähr 100000 Euro auf 1,2 Millionen Euro. Bei den Einnahmen ist der Einkommenssteueranteil mit knapp 1,1 Millionen Euro der größte Posten, gefolgt von den Schlüsselzuweisungen (375000 Euro).

Bei der Gewerbesteuer rechnete die Kommune eigentlich mit 250000 Euro. Jedoch, so berichtet der Bürgermeister, seien einige Rückzahlungen an Betriebe zu leisten. Dadurch rechne man in diesem Jahr nur noch mit Einnahmen in Höhe von 20000 Euro.

Die Umlage, die an den Landkreis bezahlt werden muss, schlägt mit 770000 Euro zu Buche. An die Verwaltungsgemeinschaft Wemding müssen 180000 Euro abgeführt werden. Insgesamt, so erklärt Müller, „lehnen wir uns nicht zu weit aus dem Fenster“. Die Gemeinde nutze die hohen Zuschüsse aus.

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