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Corona

14.05.2020

Hotels im Donau-Ries: Warten auf die Gäste

Ab 30. Mai dürfen die Hotels wieder für Touristen öffnen. Im Hotel „Zu den Drei Kronen“ in Donauwörth sind die Zimmer für die Gäste bereits vorbereitet. Das Geschäft der Hotels brach zwangsweise zusammen.
Bild: Daniel Weigl

Plus Die Hotels in der Region stehen seit Beginn der Corona-Pandemie weitestgehend leer. Ab 30. Mai dürfen die Touristen zwar wieder kommen, doch die Hoteliers sind in Sorge.

Landkreis Bayern lockert die Auflagen während der Corona-Pandemie. Vor allem die Gastronomen der Region atmen auf, dürfen sie doch seit einigen Tagen wieder Gäste in ihren Biergärten begrüßen und ab nächster Woche auch im Innenbereich öffnen. Doch wie sieht die Situation in den Hotels der Region aus, die ab 30. Mai auch wieder Touristen unterbringen können?

51 Zimmer im Parkhotel sind seit März komplett unbenutzt

Die 51 Zimmer im Donauwörther Parkhotel sind seit März komplett unbenutzt, obwohl es erlaubt war Geschäftskunden zu empfangen. „Wir hatten in diesem Zeitraum keine einzige Buchungsanfrage“, erklärt Inhaberin Elisabeth Schuler. Ihre Mitarbeiter befinden sich in Kurzarbeit.

Die vergangenen Wochen hat Schuler genutzt, um das Hotel herauszuputzen, für die Zeit, wenn wieder Gäste kommen wollen. Wann dies sein wird, weiß sie nicht. „Bis jetzt nehmen wir immer noch Stornierungen entgegen, viele Reservierungen werden wir wohl nicht bekommen“, zeigt sich Schuler pessimistisch.

Nur für Geschäftsleute geöffnet

Auch Colette Zinsmeister vom Schloss Hotel Leitheim ist mit Prognosen noch vorsichtig: „Ich weiß noch nicht, ob ich mich freuen kann, das hängt auch von den exakten Hygienevorlagen ab.“ Seit dem 20. März hat das Vier-Sterne-Hotel nur für Business-Gäste geöffnet. Nur wenige Geschäftskunden sind allerdings auch gekommen. „Das war quasi eine Nullnummer“, erklärt Zinsmeister und hofft nun auf Besserung. Ein paar Touristen hätten bereits gebucht und einige Anfragen laufen.

Auf diese wartet auch Josef Meyer vom Hotel Meerfräulein in Wemding. Die Fuchsienstadt ist vor allem bei Touristen sehr beliebt und so war der Ausfall bis jetzt sehr schmerzhaft. „Unsere Zimmer-Auslastung lag etwa bei zehn bis zwanzig Prozent. Stornierungen gehen bis in den September hinein“, erklärt Meyer. Das Traditionshaus in der Wemdinger Altstadt hatte bis jetzt ebenfalls nur für Geschäftskunden geöffnet. Ein paar Monteure nahmen das Angebot an. Das Frühstück bekamen diese aus Hygienegründen auf das Zimmer serviert.

"Viele Gäste sind verunsichert"

Josef Meyer ist in seiner Funktion als Kreisvorsitzender vom Hotel- und Gaststättenverband besorgt, ob die Branche sich schnell erholen wird. „Die Normalität wird erst langsam wieder einkehren. Viele Gäste sind einfach verunsichert.“ Den Hotels zu schaffen macht auch der deutlich gehemmte Geschäftsreiseverkehr. Die Erklärung dafür ist simpel. Wenn keine Veranstaltungen und Meetings stattfinden dürfen, brauchen die Geschäftsleute auch kein Hotel. Wann diese wieder in gewohnter Form stattfinden dürfen, steht in den Sternen.

Davon besonders betroffen ist das Hotel Zu den Drei Kronen in Donauwörth. „Wir sind eigentlich ein reines Geschäftshotel“, erklärt Bernd Diekmann. Vor allem Arbeiter und Kunden von Airbus Helicopters beherbergt das Haus in der Bahnhofstraße. Dass auch ausländische Gäste nicht mehr kommen durften, merkte man deutlich im Drei Kronen. „Wir sind auf einen Schlag von 100 auf null gefallen“, erklärt Diekmann.

Dennoch lässt sich der erfahrene Hotelier aus Donauwörth seine Laune nicht verderben. „Wir sind froh, dass es wieder losgeht. So langsam läuft das Geschäft auch wieder an.“ Die ersten Gäste für den Juni haben sich bereits angemeldet. Mit Desinfektionsspendern, Abstandsregeln und auseinanderstehen Tischen sei man laut Diekmann gut vorbereitet.


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