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Donau-Ries

29.12.2020

Hotline im Donau-Ries-Kreis für Impftermine überlastet

Die Corona-Hotline des Landkreises unter der Personen einen Termin für die Impfung ausmachen können, ist aktuell stark belastet.
Bild: Lienert (Symbol)

Plus Seit Montag vergibt der Landkreis Termine im Impfzentrum. Warum wenige Anrufer zum Zug kommen und wie das Problem gelöst werden soll.

Besetzt. Wer seit Montag immer wieder versucht, die Hotline des Landratsamtes zu erreichen, um einen Impftermin auszumachen, kommt nicht durch. Seit 9 Uhr ist die Nummer 0906/746677 freigeschaltet. Zwei Mitarbeiter der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) der Kreisfeuerwehren sitzen am Ende der Leitung – und kommen nicht nach. „Wir waren von dem Ansturm überrascht“, gibt Pressesprecherin Gabriele Hoidn zu. Mittlerweile sei eine dritte Kraft eingesetzt. Doch nach wie vor seien die Leitungen überlastet. Viele Senioren beschweren sich auf den verschiedenen Leitungen des Landratsamtes – die Telefone laufen heiß. „Wir können nur um Geduld und Verständnis bitten. Wir wollen jedem, dem es zusteht, einen Termin geben“, sagt Hoidn.

Sie appelliert an die Bürger, wirklich nur anzurufen, wenn man zu der Personengruppe mit der höchsten Priorität gehört. Denn es würden aktuell auch sehr viele Personen anrufen, die beispielsweise noch gar nicht 80 Jahre alt sind. „Das sorgt für Diskussionen“, so Hoidn. Und blockiert die Leitung.

Landratsamt steht zum Konzept der frühen Terminvergabe

Trotz des Ärgers steht das Landratsamt zu seinem Konzept, schon frühzeitig Impftermine zu vergeben. Andere Regionen warten erst ab, bis die entsprechenden Personen wie angekündigt schriftlich vom Innenministerium angeschrieben worden sind. „Wir wollen aber keinen Terminstau, sondern die erste Welle der Impfwilligen etwas abmildern“, erklärt Hoidn.

Aktuell werden Termine vom 4. Januar ab vergeben. Sie gelten stets unter dem Vorbehalt, dass auch ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Deshalb werden alle erfolgreich durchgekommenen Anrufer informiert, dass der Termin auch kurzfristig verschoben oder abgesagt werden kann. Für 29. Dezember und die folgenden Tage sind beispielsweise jeweils 500 Impfdosen angekündigt. Sobald ein weiterer Impfstoff zugelassen wird, rechnet das Landratsamt mit deutlich größeren Kontingenten an Impfstoff. „Dann brauchen wir auch Personen, die zum Impfen kommen“, erklärt Hoidn das gewählte Vorgehen.

Die Spritze ist schnell gesetzt.
14 Bilder
Impfzentrum Donauwörth: So läuft das Impfen ab
Bild: Barbara Wild

An kleinen Verbesserungen wird unterdessen gearbeitet. So soll spätestens Mittwoch eine Bandansage die Anrufer informieren, wenn alle Mitarbeiter der Hotline belegt sind, damit keine Zweifel an der Technik aufkommen.

Info: Wer kann jetzt einen Impftermin vereinbaren? Personen mit sogenannter höchster Priorität sind Menschen ab 80 Jahren, Mitarbeiter in der Pflege und in den Krankenhäusern, in den Rettungsdiensten und in der Palliativversorgung oder der Onkologie. Bewohner von Pflegeeinrichtungen werden vor Ort geimpft.


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