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Fastenzeit

14.04.2019

Huisheim hat erstmals eine Passionskrippe

Bis Ostern kann man in der Huisheimer Pfarrkirche die Passionskrippe des Rettingers Erich Burgetsmaier begutachten. Die Anschaffung des Heiligen Grabes wurde durch Spenden finanziert.
Bild: Maria Strasser

In der Pfarrkirche in Huisheim steht jetzt eine Passionskrippe. Damit hat sich ein lang gehegter Wunsch erfüllt. Wie es dazu kam

Wer in diesen Tagen die Huisheimer Pfarrkirche betritt, dem fällt am St.-Anna-Altar etwas Besonderes auf. Dort ist in der Fastenzeit eine Passionskrippe, auch „ernste Krippe“ genannt, aufgebaut. Diese zeigt in verschiedenen Szenen den Leidensweg Jesu Christi, angefangen vom Palmsonntag bis Ostermontag.

Die Krippe hat Erich Burgetsmaier aus Rettingen mit viel Liebe zum Detail gefertigt. Sie ist individuell angepasst – und laut Burgetsmaier seine bisher „größte Darstellung“ mit einer Länge von bis zu vier Metern. Damit ist genügend Areal vorhanden, um einzelne Szenen der Karwoche übersichtlich anzuordnen. So fügen sich die 40 Zentimeter großen Figuren anschaulich in die neu gestaltete „biblische Kulisse“ ein.

Unendliche Stunden geschnitzt

Alles hat der Künstler fein aufeinander abgestimmt. Die Hintergrundbemalung und das Dekor harmonisieren mit den antiken Farbtönen der Holzfiguren. Beeindruckend sind deren herausgearbeitete Charaktere und die damit verbundene Ausstrahlung. Bis auf zwei Figuren stammen alle aus der Hand des Schnitzers. Wenn man ihn auf den zeitlichen Aufwand anspricht, winkt er ab: „Die Stunden darf man da nicht zählen. Wenn ich von einer Sache überzeugt bin, fühle ich mich innerlich angetrieben.“

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Bei der Anschaffung eines neuen Heiligen Grabes vor drei Jahren fielen den Verantwortlichen aus Huisheimer Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung bei Besuchen in der Werkstatt von Burgetsmaier die ausgestellten Passionskrippen ins Auge. Auf Nachfrage des Kirchenpflegers Hermann Färber stellte der Schnitzer der Pfarrei in den vergangenen Jahren eine Ausfertigung, als Leihgabe, zur Verfügung. Insgeheim dachte Färber damals schon: „So eine Passionskrippe brauchen wir.“ Doch leider fehlten zu diesem Zeitpunkt die finanziellen Mittel. Erst nachdem zweckgebundene Spenden eingegangen waren, wurde das Projekt in Auftrag gegeben.

In Rekordzeit die Krippe geschnitzt

Der Künstler arbeitete „in Rekordzeit“, merkte Ortspfarrer Jan Lazar an. Der bewies bei den Planungen und Ausmessungen seine handwerklichen Fähigkeiten. Johann Knoll senior errichtete den passenden Holzunterbau für die Krippe.

Am zweiten Fastensonntag weihte Lazar die neue Passionskrippe ein. Durch die bildliche Darstellung würden sowohl Groß als auch Klein das besser erkennen, was Jesus für die Menschen getan habe. Von den Figuren gingen Impulse aus, den Weg des Glaubens zu gehen. Die Passionskrippe könne man als einen „Fingerzeig Gottes“ sehen. Kirchenpfleger Färber sagte, er hoffe, dass die Passionskrippe und das Heilige Grab über Generationen hinweg den Glauben in der Pfarrei weitertragen. „In Gottes Namen“ werde auch noch das benötigte Geld zusammenbekommen.

Passionskrippe ist noch bis Ostern zu sehen

Diesbezüglich sei eine Patenschaft für eine bestimmte Gestalt der Passion möglich. Die Huisheimer Passionskrippe ist noch bis Ostermontag aufgebaut und kann am Wochenende sowie vor und nach den Gottesdienstzeiten, mittwochs 8.30 Uhr, und donnerstags, 18.30 Uhr, betrachtet werden.

Ein Team des Senders a.tv besuchte die Passionskrippe. Das Nachrichten-Magazin „Katholisch1.tv“ strahlt den Beitrag am Palmsonntag, 14. April, um 18.30 Uhr aus. Wiederholungen sind auf a.tv am Palmsonntag um 22.30 Uhr, am Montag um 10.30 Uhr und um 16.30 Uhr zu sehen.

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