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Konzert

28.11.2018

Hundert Stimmen begeistern in Rain

Aus Rain, Donauwörth, Riedlingen, Affing und Mertingen kam die Sängerschaft, die heuer am Christkönigsfest in St. Johannes der Täufer tief beeindruckte.
Bild: Hampp-Weigand

100 Sänger aus der ganzen Region machen die Darbietung in St. Johannes der Täufer in Rain zu einem Erlebnis.

Chorleiter Franziskus Wawrzik erzählte es gleich eingangs: Maria Steffek, Dekanatskantorin, Organistin an der Stadtpfarrkirche Donauwörth und Leiterin vom Münster- und Crescendo-Chor, hatte angeregt, das diesjährige Dekanatssingen am Christkönigsfest, dem eher unbekannteren Hochfest im Kirchenjahr am letzten Sonntag vor dem Advent (von Papst Pius XI. 1925 eingeführt), ein Fest mit endzeitlichem Charakter, da es neben dem Gedanken der Königsherrschaft auf die Wiederkehr Christi als Weltenrichter verweist, doch in diesem Jahr in der Kirche St. Johannes der Täufer in Rain durchzuführen.

Sänger aus Donauwörth, Rain, Riedlingen, Mertingen und Affing

Mit der fünfsätzigen „Missa Brevis in B“, komponiert 2014 von Christopher Tambling, dem 2015 jung verstorbenen englischen Komponisten, uraufgeführt im September 2014 in Landau. Ist der Christkönigssonntag doch auch in der anglikanischen/englisch-lutherischen Kirche der Abschluss des Kirchenjahres. Ein Festkonzert mit Projektchor, mit Sängern aus Kirchenchören aus Donauwörth, Riedlingen, Rain, Affing und Mertingen – nahezu 100 geschulte Stimmen, dem Blechbläser-Quintett „Brass à Noble“, dem Röhrenglocken-Spieler Manuel Ehlich, und Maria Steffek an der Orgel gestalteten unter dem Dirigat von Wawrzik die Samstagabendmesse, die von Dekan Robert Neuner und Stadtpfarrer Joerg Biercher zelebriert wurde. Ehrenstandarten der Schützen Alt Rain prägten den klaren Kirchenraum.

Dekan Neuner geht auf die Bedeutung des Christkönigtums ein

Die Gottesdienstbesucher wurden mit eingängigen Klängen in reicher, fast romantischer Fülle, und teils schrägen, ungewohnten Brechungen und Reibungen, die sich aber stets auflösten, überrascht – im lebhaften, vierstimmigen Kyrie, im beeindruckenden Sanctus, im Credo, im klangvollen Wechselgesang zwischen Männerschola und gemischtem Chor. Beeindruckend die stark besetzten – und hervorragend eingestellten – Männerstimmen, die in ihren solistischen Partien großartig überzeugten. Den ganz besonderen Klang fügte das Brass à Noble Quintett hinzu – sei es durch eine einleitende Tuba, die begleitenden Trompetensoli, das Horn beim Benedictus. Zu einem fast überirdischen Gesamtklang führten die Röhrenglocken. Maria Steffek glänzte an der Orgel. Dirigent Wawrzik freute sich sichtlich über „seine“ Sängerinnen und Sänger, die in zartem Piano (besonders im Credo) oder kraftvollem Forte gemeinsam, mit langem Atem, ein großartiges Klangerlebnis schufen – abgerundet durch einleitend Georg F. Händels „Procission March“, und abschließend Jean-Baptiste Lully’s „Marche“.

Dekan Neuner wusste in seiner auf das Thema des Christkönigtums eingehenden Predigt den Wert (geistlicher) Musik, und aller, die für Kirche und Gläubige Musik machen, zu würdigen. Herzlich dankte er allen Teilnehmern dieses besonderen Konzerts. Und ebenso herzlicher Beifall der Gottesdienstbesucher dankte am Ende allen Beteiligten.

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