1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Ideen für die Zukunft von zwei Dörfern

Gemeinde Tapfheim

08.10.2019

Ideen für die Zukunft von zwei Dörfern

Neue Entwicklungschancen will der Tapfheimer Gemeinderat für Dörfer wie Brachstadt (Bild) oder Oppertshofen aufzeigen.
Bild: Helmut Bissinger

Nach einem Seminar sollen die Pläne für den Strukturwandel in Oppertshofen und Brachstadt ab November konkreter werden. Ein Konzept bis 2025.

Es ist eine Aufgabe, die nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann. Den Charakter kleiner Dörfer zu bewahren, ihnen da und dort eine neue Identität zu geben – das sind kommunale Herausforderungen, die eines langen Atems bedürfen. „Gemeindeentwicklungskonzept“ nennt das Tapfheims Bürgermeister Karl Malz. Für die Ortsteile Brachstadt und Oppertshofen soll ein solches entwickelt werden.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Dass sich in beiden Dörfern in den letzten 20 Jahren viel verändert hat, ist augenfällig. Malz und der Gemeinderat wollen nicht zusehen, wie sie ausbluten. Jetzt fiel der Startschuss für einen Zukunftsplan, den man bis 2025 umsetzen möchte. Dazu trafen sich 20 Bürger aus Brachstadt und Oppertshofen zu einem Seminar an der Schule der Dorf- und Landentwicklung in Thierhaupten. Ein Augsburger Ingenieurbüro soll die Ergebnisse des mehrtägigen Workshops formulieren und Ideen entwickeln.

Gelingen des Vorhabens hängt von vielen Faktoren ab

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft ist ein Thema, Gebäudeleerstände ein anderes. Auch den demografischen Wandel will man berücksichtigen, soziale Belange wie den Erhalt und die Verbesserung des Gemeinschaftslebens heißt eine globale Überschrift. Dahinter verstecken sich viele Details. Unterstützt wird die Kommune vom Amt für Ländliche Entwicklung in Schwaben.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Ob es gelingt die beiden Ortsteile für die Zukunft fit zu machen, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Maßgebend, so Bürgermeister Malz, sei die Beteiligung der Bevölkerung. Sie sollen sagen, welche Veränderungen sie sich in städtebaulicher, funktionaler und sozialer Hinsicht vorstellen könnten. In Thierhaupten widmete die Gruppe einen breiten Raum der Zukunft der Vereine. Wie könne man Vereinsfeste bewahren, wo gibt es geeignete Örtlichkeiten für Treffen? Aber auch der Bedarf an Mietwohnraum soll ermittelt werden. Schließlich, so die Verantwortlichen, gelte es, die umgebende Natur mit einzubinden und zu prüfen, wie man sie erlebbarer machen könne.

Bürgermeister Malz: Jeder aufgefordert sich "aktiv einzumischen"

Anfang November soll es eine Auftaktveranstaltung geben. Bei ihr sollen die Vorarbeiten vorgestellt werden. Danach können die Arbeitskreise Dorfgestaltung und -entwicklung, Versorgung und Landschaft sowie Dorfleben und Soziales ihre Arbeit aufnehmen. Bürgermeister Malz: „Jeder ist aufgefordert, sich aktiv einzumischen.“

Lesen Sie hierzu auch den Kommentar: Strukturwandel in der Gemeinde Tapfheim: Frühzeitig planen

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren