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Jubiläumsfeier

15.03.2016

Ihr Auftrag hat sich nie geändert

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Vier neue Ehrenmitglieder ernannte der Verein zum Jubiläum. Im Bild (von links) Vorsitzender Wolfgang Bittmann, Landrat Stefan Rößle, Walter Reindl, Max Raab, Roland Demharter, Kommandant Roland Schmid, Josef Stegmeier und Bürgermeister Martin Scharr.

Ehrungs- und Festabend zum Auftakt des 150-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr in Kaisheim. Nicht viele Vereine im Donau-Ries-Kreis sind so traditionsreich

Heute ist alles anders. Anders als vor 150 Jahren. Als damals die Freiwillige Feuerwehr in Kaisheim aus der Taufe gehoben wurde, ahnten die Gründer nicht, wie sich das Aufgabenfeld der Hilfsorganisation ändern würde. „Unsere Wehr muss in vielen Bereichen fit und einsatzbereit sein“, brachte Kaisheims Bürgermeister Martin Scharr die Entwicklung auf den Punkt, als die Wehr in einem feierlichen Rahmen ihr Jubiläum eröffnete.

Neun Festdamen bietet der Verein für dieses Gründungsfest auf, das im Juni bei einem dreitägigen Fest gefeiert wird. Besonders wollte man nun aber jene in den Blickpunkt rücken, die durch ihr „ehrenamtliches Engagement Vorbilder sind“. Das Vereinsbanner prangte im Kaisersaal an der Wand, der örtliche Musikverein spielte feierlich auf, während auch Vertreter der Patenwehr aus Hafenreut im Auditorium Platz genommen hatten.

Dem Festakt war ein Gottesdienst im Kaisheimer Münster vorausgegangen, zelebriert von Pfarrer Werner Eyner. Die Kaisheimer Florianstruppe ist nach den Wehren in Nördlingen, Oettingen, Harburg, Donauwörth und Wemding eine der ältesten im Landkreis. Vieles habe sich geändert, so Vorsitzender Wolfgang Bittmann, doch ein Grundsatz habe sich gehalten: „Helfen in Not ist unser Gebot.“ Er sei dankbar, so Bittmann, dass die Kaisheimer mit großer Unterstützung hinter ihrer Feuerwehr stünden. Das sei Motivation für jeden Einsatz. Durchaus kritisch setzte sich dagegen Kreisbrandrat Rudolf Mieling mit der Situation der Feuerwehren auseinander. Er beklagte, dass immer weniger Mitbürger bereit seien, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Um so beachtlicher, dass man Mitglieder ehren könne, die mehr als 50 Jahre dem Verein und dem Feuerlöschwesen ihre Treue gehalten hätten.

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„Nicht in der guten Gesinnung beeinflussen lassen“ sollen sich die Feuerwehrleute, wenn sie mittlerweile manchmal auch verunglimpft würden. Dies sei bedauerlich, meinte Landrat Stefan Rößle. Er dankte der Wehr und betonte, dass es ihm um die Zukunft der Kaisheimer Wehr nicht bange sei, wenn er sehe, „mit wie viel gutem Geist hier gearbeitet wird“. Ein Hobby, wie dies manche gerne abtun würden, sei der Dienst bei der Feuerwehr jedenfalls nicht.

Bürgermeister Martin Scharr, gleichzeitig Schirmherr des Jubiläums, skizzierte die Palette der Einsätze: vom Brand über technische Hilfeleistung bis hin zu Hochwasser- oder Umweltschäden – die Feuerwehr sei stets gefragt. „Wir sind aber nicht das Mädchen für alles“, schränkte dazu Kreisbrandrat Mieling ein. Scharr anerkannte die Grundeinstellung, „zu helfen, wenn jemand in eine Notlage geraten ist“. In Kaisheim dürfe man auf die Feuerwehr (als Stützpunktwehr mit besonderen Herausforderungen betraut) stolz sein, sagte Scharr.

Kommandant Roland Schmid war es vorbehalten, vier der 124 Mitglieder des Vereins besonders hervorzuheben. Max Raab, Walter Reindl, Josef Stegmeier und Roland Demharter wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Ausgezeichnet wurden außerdem langjährige Mitglieder für deren Vereinstreue (siehe eigener Bericht auf dieser Seite).

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