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Entwicklungshilfe

21.10.2018

Immer mehr Schulen für Afrika

Freuen sich über Schulen für Afrika: (von links) Siegfried Lingel, Honorargeneralkonsul der Republik Mosambik, Stefan Rößle und Karl-Heinz Köster.
Bild: Schied

Landrat Stefan Rößle freut sich über neue Spender. Die kommen teilweise von weit her und geben viel Geld

Stefan Rößle ist seit 16 Jahren Landrat im Donau-Ries-Kreis. In dieser Zeit hat den Kommunalpolitiker noch kein Thema so gepackt, inspiriert und motiviert wie das kommunale Afrika-Projekt, das auf eine Initiative von Entwicklungshilfeminister Gerd Müller zurückgeht.

Dies wurde einmal mehr bei einem Termin in Wemding deutlich, wo Rößle im Kunstmuseum vor einem illustren Publikum die aktuellsten Entwicklungen bei seinem Herzensprojekt „Schulen für Afrika“ (wir berichteten mehrfach) vorstellte. Aus den zunächst geplanten zehn Schulen sind unter der Koordination der Organisation Fly and Help mittlerweile 26 geworden, die bereits gebaut oder in Vorbereitung sind.

Der Rahmen könnte nicht passender sein, weil im Kunstmuseum der Familie Steinacker-Holst derzeit eine Afrika-Ausstellung mit Werken des inzwischen gestorbenen Unternehmers und Künstlers Bernd Schottdorf zu sehen ist.

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Sechs neue Schulbauprojekte vorgestellt

Voller Stolz präsentierte der Landrat sechs neue Schulbauprojekte, die in jüngster Zeit mitunter durch glückliche Umstände oder Zufälle angestoßen wurden.

Eines davon von Franz Wieninger aus dem niederbayerischen Pfarrkirchen. Der frühere Kaufmann hatte vor geraumer Zeit eine Meldung von der Aktion im Autoradio mitbekommen und war davon so begeistert, dass er sich umgehend die Kontaktdaten des Donau-Ries-Kreises besorgte, von dem er nach eigenen Bekunden vorher noch nie in seinem Leben etwas gehört hatte. Spontan erklärte sich Wieninger dann bereit, in Mblae in Kenia eine Schule zu bauen und dafür einen nicht unerheblichen Betrag zur Verfügung zu stellen.

Oder kürzlich im benachbarten Aalen. Rößle war dort zu einem Partnerschaftsabend der Ostalb-Kreisstadt und der Republik Mosambik eingeladen. Als er von der Veranstaltung nach Hause fuhr, hatte er drei Zusagen für Schulbauten in Afrika in der Tasche. Bei dem Treffen lernte er den aus Aalen stammenden Honorargeneralkonsul der Republik Mosambik, Siegfried Lingel, kennen, der gleichzeitig Präsident der Deutsch-Mosambikanischen Gesellschaft in München ist. Mit Lingels Unterstützung erhielt der Landrat an dem Abend spontan eine Spendenzusage der Stadt Aalen und des Ostalbkreises für eine Schule in Mosambik, dem statistisch gesehen viertärmsten Land der Welt. Inspirieren ließen sich bei der Veranstaltung die Unternehmer Claus Albrecht aus Aalen und Michael Schaber aus Stuttgart. Beide wollen zwei Schulen in Mosambik finanziell unterstützen. Aus München hat der Unternehmer Hans Hammer darüber hinaus sein Engagement bekundet.

Spender kommen aus Politik, Gesellschaft und Kultur

Neu auf der Spender-Liste steht die Kommunalpolitische Vereinigung von CDU und CSU (KPV). Sie will in Äthiopien eine Schule errichten und finanzieren. Einen starken Unterstützer hat Stefan Rößle hierbei im Präsidenten des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, dem Landrat des Kreises Ostholstein ganz im Norden der Republik. Beim Oktoberfest in München hatte Sager gegenüber seinem nordschwäbischen Kollegen nach einer zufälligen Begegnung und einem feucht-fröhlichen Beisammensein die Mitwirkung seines Verbandes bekräftigt.

Eine besondere Freude war es Rößle nun, weitere Spender aus seinem Landkreis vorzustellen. Beispielsweise die Schule in seiner Heimatgemeinde Oberndorf in Person von Rektorin Petra Wirth oder des Chores De Lumina aus Monheim mit Leiterin Lydia Pfefferer, die sich ebenfalls in die Reihe der Spender einreihen wollen. Welches Projekt sie konkret unterstützen, steht noch nicht genau fest.

Gleiches gilt für die Gemeinde Buttenwiesen im Landkreis Dillingen mit Bürgermeister Hans Kaltner, der bis zu seiner Wahl zum Rathauschef über 30 Jahre am Landratsamt Donau-Ries beschäftigt war. Aus Nördlingen hat sich die Zeitarbeitsfirma Humanus mit Geschäftsführer Philipp Breitenfeld hinzugesellt, die ein Projekt in Südafrika unterstützt. Ebenfalls aus Nördlingen kommen Werner Hafner und seine Frau, die sich im Rahmen der Initiative „Vier Steine für Afrika“ in Uganda für eine Schule engagieren.

Völlig von den Socken sei er gewesen, so sagte Rößle, als Kurt Rauniak aus Asbach-Bäumenheim ihm bei einer Tasse Kaffee einen Scheck mit einem fünfstelligen Betrag übergeben habe. Das Geld soll ebenfalls in ein Schulprojekt in Mosambik fließen.

Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte bei der Zusammenkunft in Wemding Karl-Heinz Köster als neuer Koordinator der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit am Landratsamt Donau-Ries.

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