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Impfzentrum zum 15. Dezember: Ein Stichtag ohne Piks

Kommentar Von Barbara Wild
11.12.2020

Plus Wird wirklich schon am 15. Dezember der erste Impfstoff gespritzt und damit das ersehnte Ende der Corona-Pandemie mit all ihren Lebensenergie saugenden Folgen eingeläutet? Kann Weihnachten vielleicht schon alles viel besser sein? Nein – das ist die klare Antwort auf beide Fragen.

Mit dem ausgegebenen Stichtag, bis zum 15. Dezember ein funktionierendes Impfzentrum vor Ort organisiert zu haben, wollte der Freistaat Bayern Tatkraft in der Pandemie beweisen. Doch gleichzeitig hat der Ausblick auf das nahende Datum bei vielen Menschen hohe Erwartungen geweckt. Wird wirklich schon am 15. Dezember der erste Impfstoff gespritzt und damit das ersehnte Ende der Corona-Pandemie mit all ihren Lebensenergie saugenden Folgen eingeläutet? Kann Weihnachten vielleicht schon alles viel besser sein?

Nein – das ist die klare Antwort auf beide Fragen. Weihnachten wird alles andere als normal und am kommenden Dienstag wird in Sachen Impfung eigentlich nichts passieren. Die Türen der Impfzentren bleiben geschlossen. Das Serum ist nicht zugelassen und nicht vorhanden. Zudem hängen die Kreisverwaltungsbehörden – mit der Bewältigung der Infektionen und Nachverfolgung von Kontaktketten eh schon überlastet – am Tropf der Ministerien. Im Landratsamt warten die zuständigen Mitarbeiter auf konkrete Vorgaben aus München zu Ablauf, Reihenfolge und Kostenübernahme. Bis dahin wird auch nichts nach Außen kommuniziert.

Das ist unweit von Donauwörth anders. Im Nachbarlandkreis Dillingen lädt der Landrat zur Begutachtung des örtlichen Impfzentrums ein. Er will vor Ort über den Ablauf informieren. Im Landkreis Augsburg wird der 27. Dezember offen als Stichtag der Impfstofflieferung genannt. Im Landratsamt Donau-Ries heißt es auf solche Anfragen: „Leider noch keine konkreten Antworten möglich.“

Niemand erwartet, dass alles bis ins kleinste Detail geregelt ist. Aber was bisher getan wurde, um das Impfen in Donauwörth und Nördlingen zügig zu ermöglichen – das zu erfahren, hat der Bürger, egal ob impfwillig oder nicht, ein Anrecht. Mal wieder würde hier mehr Information auch mehr Vertrauen und Akzeptanz schaffen.

Lesen Sie dazu:

Corona: Wird im Donau-Ries-Kreis ab dem 5. Januar geimpft?

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