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Landkreis Donau-Ries

24.06.2020

In den Krankenhäusern soll es mehr regionales Essen geben

In seinem Bemühen den Landkreis Donau-Ries immer nachhaltiger auszurichten, gehen die Verantwortlichen weitere Schritte.
Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolbild)

Plus Der Landkreis will weitere Schritte zu mehr Umweltschutz und verantwortungsvollen Konsum gehen. Dabei geht es ums Essen - und um die Land- und Forstwirtschaft.  

In seinem Bemühen den Landkreis Donau-Ries immer nachhaltiger auszurichten, gehen die Verantwortlichen weitere Schritte. So sollen in den Küchen der fünf Altenheime und der drei Kliniken des gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU) künftig für die Bewohner und Patienten noch mehr Speisen als bisher aus regionalen und ökologischen Produkten zubereitet werden.

Nach Angaben von Regionalmanagerin Jennifer Werner im Kreisausschuss für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit bezieht die dafür zuständige gKU-Tochterfirma DRS Service bereits jetzt annähernd 50 Prozent der Lebensmittel aus der näheren Umgebung und ganz Bayern.

Künftig auch Direktvermarkter als Lieferanten

Um auf noch mehr Regionalität aus dem Kreis zu setzen, soll jetzt geprüft werden, ob in Zukunft auch Direktvermarkter als Lieferanten infrage kommen. Diese seien bisher noch nicht als Akteure dabei, so Werner.

In den Krankenhäusern soll es mehr regionales Essen geben

Weiter will der Landkreis mit einer neuen Imagekampagne die heimische Land- und Forstwirtschaft unterstützen, die in Teilen der Bevölkerung bekanntlich häufig in der Kritik steht. Dazu plant der Kreis, einen Imagefilm produzieren zu lassen, in dem dargestellt werden soll, welche bedeutende Rolle die Landwirtschaft in der Gesellschaft spiele. Vielen sei dies nicht bewusst.

Kolb: Die Wirklichkeit muss abgebildet werden

„Rüberkommen“ sollte in dem Streifen, dass die Bauern im Donau-Ries-Kreis die Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln versorgten und einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Kulturlandschaft leisteten. Außerdem würden sie beispielsweise mit ihren Biogasanlagen als regenerative Energieerzeuger fungieren.

CSU-Kreisrat Karl Kolb begrüßte die Initiative, betonte aber, dass ein solcher Imagefilm nur Sinn mache, wenn darin die Wirklichkeit abgebildet und die Situation nicht beschönigt würde. Dazu gehörten auch die betriebswirtschaftlichen Belange eines Betriebes. Landrat Stefan Rößle sagte, die Landwirtschaft sei vor dem Hintergrund ihrer schwierigen Rahmenbedingungen mit der Bitte um Unterstützung auf ihn zugekommen. Vom Ausschuss wurden die Aktivitäten des Regionalmanagements begrüßt.

Koordinator für das Thema Nachhaltigkeit

Der Leiter der Stabsstelle Kreisentwicklung und Nachhaltigkeit am Landratsamt, Klemens Heininger, verwies auf zwei neue Stellen im Landkreis, die es aktuell zu besetzen gelte. Zum einen gehe es um einen Koordinator für das Thema Nachhaltigkeit, auf der anderen Seite um einen Mitarbeiter für den Bereich der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit. Er hoffe, so Heininger, die beiden wichtigen Positionen zeitnah besetzen zu können.

Heininger-Stellvertreterin Heike Burkhardt, gleichzeitig Expertin für Energiefragen, listete in einem umfassenden Vortrag auf, auf welche Leistungen und Erfolge der Landkreis im Energiebereich in den zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten verweisen könne. Diese seien erreicht worden, weil der Kreis rechtzeitig die Weichen dafür gestellt habe.

Bis 2030: 60 Prozent aus Erneuerbaren Energien

Burkhardt erwähnte in dem Zusammenhang unter anderem die Erarbeitung von Leitbildern, die Erstellung eines Energienutzungsplanes sowie die Festlegung eines Energieleitzieles mit dem Ziel, im Jahr 2030 60 Prozent des gesamten Energieverbrauchs aus Erneuerbaren Energien zu erzeugen. Durch einen Mix aus Einsparungen und dem weiteren Ausbau der regenerativen Energiequellen sollte dies erreicht werden, so Heike Burkhardt.

Landrat Rößle betonte, bei allen Aktivitäten und Erhebungen auf dem Energiesektor gehe es ihm darum, jeweils konkret nachprüfbare Daten zu erheben. Nur das mache Sinn.

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