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Niederschönenfeld

23.07.2019

JVA Niederschönenfeld: Das Gefängnis wird vergrößert

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Die Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld wird erweitert. Der erste Bauabschnitt umfasst drei Bauwerke (Mehrzweckgebäude, Torwache mit Fahrzeugschleuse, externe Lagerhalle; auf dem Schaubild in dunkelblauer Farbe dargestellt) sowie eine rund 500 Meter lange neue Gefängnismauer (rote Linie). Die Lage der Gebäude der weiteren Bauabschnitte sind hellblau dargestellt. Im Vordergrund: JVA-Chef Roland Retzbach.
Bild: Wolfgang Widemann

In der JVA Niederschönenfeld wird offiziell der Grundstein für die Erweiterung gelegt. Wie lange dauert es, bis das komplette Konzept umgesetzt ist?

Schon im vergangenen Jahr sind an der Justizvollzugsanstalt (JVA) Niederschönenfeld die Bagger aufgefahren. Es wurden Versorgungsleitungen im Untergrund verlegt und Baustraßen angelegt. Ein provisorischer Zaun umgibt die weitläufige Fläche. Nachdem im Frühjahr 2019 auch der Baugrund insgesamt verbessert worden war, starteten die Bauarbeiten für ein großes Projekt so richtig: Das Gefängnis wird erweitert. Bereits der erste Bauabschnitt, der bis 2022 fertig sein soll, ist auf 20,5 Millionen Euro veranschlagt. Am Montag wurde nun offiziell der Grundstein dafür gelegt, begleitet von drei Böllerschüssen.

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500 statt bislang 261 Haftplätze

Vieles in der Anstalt, die sich im Wesentlichen in einem ehemaligen Kloster befindet, ist alt und sanierungsbedürftig. Manches ist schon erneuert worden, jetzt dehnt sich die JVA auch räumlich aus. „Die Haftanstalt soll einmal doppelt so groß werden“, berichtete Ulrich Blickle, Leiter des Staatlichen Bauamts Augsburg. Das Konzept umfasse insgesamt fünf Abschnitte und sehe vor, dass es in Niederschönenfeld einmal 500 statt bislang 261 Haftplätze gibt. Allerdings könnte es noch ein paar Jahrzehnte dauern, bis das Gefängnis tatsächlich diese Dimension erreicht. Jedenfalls merkte Frank Arloth, Amtschef im bayerischen Justizministerium, zum Gesamtprojekt an: „Es wird noch ein bisschen dauern.“

Neue Gefängnismauer

Aktuell gilt das Augenmerk dem ersten Bauabschnitt. Der umfasst ein Mehrzweckgebäude, dessen Konturen bereits deutlich sichtbar sind, eine Torwache samt überdachter Fahrzeugschleuse und eine neue, 500 Meter lange Gefängnismauer. Diese und die restliche Umrandung der JVA erhält auch noch einen parallel verlaufenden, insgesamt 750 Meter langen Sicherheitszaun. Die Arbeiten für die Mauer, die sechs Meter hoch wird, starten nach Auskunft von Blickle voraussichtlich im Februar 2020.

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Bürgermeister sieht weiterhin ein Problem

Der Landtagsabgeordnete Wolfgang Fackler stellte fest: „Die JVA wird nicht nur größer, sondern auch moderner und sicherer.“ Die Maßnahme werde auch den Bediensteten zugute kommen. Die Vorplanungen für das Projekt zogen sich seit Ende der 1980er Jahre hin. Dabei mussten auch Kompromisse geschlossen werden, um auch die Vorstellungen des Staates und der Gemeinde unter einen Hut zu bekommen. Bürgermeister Peter Mahl sagte, aus Sicht der Kommune seien nach wie vor nicht alle Probleme aus der Welt schafft. Insbesondere die Wohnraumbeschaffung für die zusätzlichen Bediensteten sei „weitgehend ungelöst“.

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