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"City-Airbus"

03.12.2019

Ja, es fliegt: Flugtaxi hebt in Donauwörth ab

Der City-Airbus bei seinem zweiten Testflug auf dem Gelände von Airbus Helicopters in Donauwörth.
Bild: Airbus Helicopters / Patrick

Exklusiv Das Flugtaxi City-Airbus absolviert erfolgreich die ersten Probeflüge in Donauwörth. Jetzt ist der Weg zum Serienmodell nicht mehr weit.

Das Flugtaxi von Airbus Helicopters hat seine ersten Probeflüge erfolgreich hinter sich gebracht. Ein 30-köpfiges Team von Ingenieuren konnte am vergangenen Samstag den Erfolg seiner Forschungs- und Entwicklungsarbeit sehen. Ja, es fliegt: Der City-Airbus hob auf dem Flugfeld des Werkes in Donauwörth ab und landete sicher wieder auf dem Boden. Der Probeflug funktionierte autonom – will heißen: Es gab keinen Piloten an Bord, sondern das elektrische Luftfahrzeug hob automatisiert ab. Allein ein Stahlseil, das zwischen die Kufen des Taxis gezogen war, verhinderte zu große Höhe.

Bruno Even feiert erfolgreichen Flugtaxi-Test

Für Airbus Helicopters ist das ein Erfolg, war doch bisher nur die Optik des Flugtaxis präsentiert worden. Damals, im März 2019, stellte sich sogar Digitalministerin Dorothee Bär bei eisigem Wind auf den Marktplatz in Ingolstadt. Tausende waren gekommen, um das mit acht Rotoren ausgestattete Flugtaxi aus der Nähe zu sehen.

Digitalministerin Dorothee Bär bei der Präsentation des Flugtaxis in Ingolstadt.
Bild: Luzia Grasser (Archiv)

 

Dieses Mal lief alles ohne großes Publikum. Heute aber wird der Gesamtgeschäftsführer Bruno Even den erfolgreichen Testflug via Twitter feiern. Die Botschaft: Die Entwicklung des City Airbus ist auf einem guten Weg.

Umfangreiches Flugtaxi-Testprogramm in Manching

Nächster Meilenstein für das Flugtaxi, das einmal autonom in großen Städten bestimmte Pendelstrecken bedienen soll und dabei bis zu acht Personen befördert, ist ein umfangreiches Testprogramm am Flugplatz von Airbus in Manching. Das bisher einzige Modell des City-Airbus soll dort zu einem Prototypen entwickelt werden. Das wäre dann einem Serienmodell bereits sehr ähnlich, heißt es. Anfangs wolle man den Fluggästen aber eine Art Pilot an die Seite stellen. Dieser fliegt mit und könnte im Notfall eingreifen. Allerdings ist dies mehr dazu da, die Akzeptanz der neuen Technik zu erhöhen, als dass es wirklich notwendig sein würde.

Etwa 3000 Menschen waren im März nach Ingolstadt gekommen, um die Premiere des Airbus-Flugtaxis zu erleben. 
Bild: Luzia Grasser (Archiv)

Seit 2017 arbeitet Airbus Helicopters an dem Entwurf des Flugtaxis. Sollte die Produktionsreife gegeben sein, müssen aber noch rechtliche Fragen geklärt werden. Bisher gibt es kein Regelwerk für elektrische Luftfahrzeuge für den Stadtverkehr.

Lesen Sie hier unseren ausführlichen Artikel: Erster Flug geglückt: Das steckt hinter dem Flugtaxi aus Donauwörth

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04.12.2019

Ich frage mich auch warum die Testflüge in Manching gemacht werden und nicht in Don?
Haben wir zu wenig Platz? oder ist das wieder eine (Firmen) Politische Entscheidung gegen den Standort Donauwörth?

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03.12.2019

Eine Erfindung so überflüssig wie ein Kropf.

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03.12.2019

Das Lufttaxi wär interessant, wenn die Akkus die zehnfache Kapazität hätten, von dem was heute technisch möglich ist. Ansonsten ist das Projekt noch sinnloser als der Transrapid, ein Millionengrab für Forschungsmittel.

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03.12.2019

Und wer hats erfunden? Die Chinesen. https://de.wikipedia.org/wiki/Ehang
Ein Lihiumakku, 4 Elektromotoren mit Propeller, in paar Streben aus Karbonfaser. Da gibt es wenig Optimierungspotential. Zudem ist das ganze ein Schönwetterfahrzeug, wie z.B. für den Einsatzort Dubai. Bei tiefen Temperaturen geht der Akku in die Grätsche.

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