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24.07.2010

"Jede Haut braucht Sonnenschutz"

Dr. Helga Zienicke informierte über Hautkrebs und richtigen Sonnenschutz.
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Dr. Helga Zienicke informierte über Hautkrebs und richtigen Sonnenschutz.

Donauwörth "Sonne(n) mit Verstand" - unter diesem Motto lief die Veranstaltung, die das Gesundheitsamt Donauwörth in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern im Freibad auf dem Schellenberg abhielt. An mehreren Ständen wurden die Badegäste im Eingangsbereich umfangreich zu allen Aspekten rund um das Thema Sonnenschutz, Haut- und Augenpflege im Sommer sowie zu Hautkrebs und anderen Krankheiten informiert.

Viel trinken ist wichtig

Gleich an der ersten Station verteilte Julia Weinig vom Gesundheitsamt im Auftrag der Bissinger Auerquelle kostenlos Wasser an die hereinströmenden Gäste. Gerade im Sommer sei es wichtig, viel zu trinken, um nicht auszutrocknen. Da sich vor allem Kinder und Jugendliche, die besonders vor den Gefahren extermer Sonneneinstrahlung geschützt werden müssen, kaum auf Eigeninitiative beim Gesundheitsamt informieren, hält die Behörde verstärkt Veranstaltungen wie die im Freibad in Donauwörth ab.

Auch Dr. Helga Zienicke, Hautärztin aus der Großen Kreisstadt, bedauert die mangelnde Initiative: "Nur ein Drittel der Patienten über 35 Jahren nutzt die regelmäßigen Hautkrebsvorsorgeuntersuchungen, obwohl diese von der Krankenkasse bezahlt werden." Unter anderem deswegen informiere sie die Gäste im Freibad. An ihrem Stand erhielt man Beratung über den richtigen Sonnenschutz für den eigenen Hauttyp und konnte Aufnahmen von Muttermalen machen lassen, um eventuelle Hautkrebs-Melanome frühzeitig zu erkennen.

"Jede Haut braucht Sonnenschutz"

"Jede Haut braucht Sonnenschutz", das findet auch Gabi Hanrieder. Deswegen bot sie Pflegeprodukte rund um den Sommer an. So gab es Carotinkapseln als Vorbereitung der Haut auf die Sonne, feuchtigkeitsspendende Shampoos oder farbenfrohe Schminke, die den Sommer-Look der Damen unterstreichen sollte. Männer seien an ihrem Stand generell wenig interessiert, allenfalls Erfolg versprechende Haarwuchsmittel könnten das eventuell ändern, so Hanrieder scherzhaft. Mädchen konnten sich bei ihr mit blauem Lidschatten als Meerjungfrau schminken lassen.

Nicht nur die Haut, auch die Augen sind bei starker Sonneneinstrahlung gefährdet. Viele Menschen verlassen sich zum Schutz davor auf Sonnenbrillen - eine trügerische Sicherheit, wie Olaf Geller von Apollo-Optik weiß: "Gerade ältere Brillenmodelle absorbieren nicht 100 Prozent der UV-Strahlung." Grauer Star und Verbrennungen der Netzhaut können die Folgen sein. Daher testete Geller mit einer UV-Lampe den Wirkungsgrad der Brillen der Badegäste. Vor allem für die jüngsten Freibad-Besucher bot das Gesundheitsamt ein Glücksrad. Dort gab es viele Preise. Frisbees, Bälle, Fächer - alles Produkte, die von ortsansässigen Firmen zur Verfügung gestellt wurden.

Sonnencremes als Preis

Dass in diesem Jahr häufig Sonnencremes als Preis ausgewählt wurden, zeigt laut Ingeborg Steinbauer vom Gesundheitsamt Donauwörth, dass die Wichtigkeit des Themas auf jeden Fall verstanden wurde. Ob der Aktionstag allerdings dazu beitragen konnte, das "Sonnenverhalten" der Besucher langfristig zu ändern, das wird letztlich an jedem Einzelnen liegen. (shf)

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