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Harburg

08.09.2019

Josef Behringer: Im Ehrenamt dem Geld verbunden

In zahlreichen Harburger Vereinen engagiert ist Josef Behringer.
Bild: Helmut Bissinger

Der Harburger kümmerte und kümmert sich nicht nur in einem Verein um die Finanzen. Warum Josef Behringer seine Freizeit opfert.

In der ersten Reihe stand Josef Behringer in seinem Leben oft. Als Leiter der Sparkassen-Filiale Harburg wollte er nach seinem Wechsel in den Ruhestand „nicht mehr in vorderster Front sein“. Das heißt aber nicht, dass sich Behringer zurückgezogen hat. Im Gegenteil: Er engagiert sich in mehreren Vereinen der Burgstadt, hat die Gründungen von Vereinen entscheidend mit organisiert und beratend begleitet.

Im Leben habe er immer Glück gehabt, sagt Behringer. Erst von kurzem feierte er seinen 70. Geburtstag. Mit Tennis und regelmäßigen Fitness-Einheiten in einem Nördlinger Studio hält er sich fit. Es gibt wohl kaum einen Verein in Harburg, in dem er nicht aktiv gewesen ist. In vielen wird sein Rat als Kassier oder Kassenprüfer nach wie vor geschätzt.

Viele Freundschaften sind entstanden

Der Einsatz für das Ehrenamt nimmt ihn, wie er bekennt, „ganz schön in Anspruch“. Aber es mache Spaß, sich für die Gemeinschaft zu organisieren. Viele Freundschaften seien in den vergangenen Jahren entstanden. Sein Leben sei jedenfalls auch im Ruhestand ausgefüllt, „fordern mich doch auch noch Haus und Garten sowie fünf Enkelkinder“. Dennoch bleibe Zeit, ab und zu über den Tellerrand hinauszuschauen. Kürzlich beispielsweise bei einer Reise an die Mosel.

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26 Jahre Kassier beim TSV Harburg

26 Jahre war Behringer Hauptkassier beim TSV Harburg. Als dann der Euro kam, hat er die Aufgabe einem Nachfolger übergeben. Manche meinten, dass man es als Kassier oder Kassenprüfer einfach habe, „aber da gibt es Zeiten, die viele Stunden Einsatz erfordern“. Behringer denkt an die Wintermonate, wo er zahlreiche Kassenführungen zu prüfen habe. Aber den genauen Blick aufs Geld hat er immer gehabt.

„Ich bin ein bisschen wie ein Reservespieler“, schmunzelt Behringer. Diese Rolle liege ihm. Es sei ihm wichtig, anderen Menschen Glück zu geben. Oft schon sei der Ruf gekommen und er habe nicht Nein gesagt. Von seinem Glück etwas auch anderen zu geben, sei ihm ein Herzensanliegen.

Auch beim Heimatverein und in der Kirchenverwaltung aktiv 

Beim TSV Harburg ist er immer noch dabei, beim Heimatverein ebenso, beim Gewerbeverband, beim VdK Harburg, beim Schützenverein, beim Diakonieverein, bei der CSU und bei der Kirchenverwaltung. Besonders gern denkt er daran zurück, wie ihn der damalige Harburger Bürgermeister Anton Fischer animiert habe, bei der Gründung der Stadtkapelle mitzuwirken. Behringer ist dort seit 20 Jahren Kassenprüfer. Die Entwicklung der Stadtkapelle mache ihn stolz, sei sie inzwischen doch zu einem Aushängeschild geworden.

Auch beim Heimatverein ist Behringer nach wie vor Kassenprüfer. Er erinnert sich an die Anfänge des Brückenfests. Damals habe man nur auf der Steinernen Brücke gefeiert, in einem kleinen Rahmen und nur mit heimischen Essens- und Getränkeanbietern. „Aber die Zeiten haben sich geändert“, meint er und stellt in diesem Zusammenhang die Frage nach der Zukunft von Vereinen in Städten und Gemeinden. Er habe feststellen müssen, dass gerade das Interesse der jungen Menschen nachlasse. Es werde immer schwieriger, die Jugend zur Mitarbeit in Vereinen und Institutionen zu motivieren. Und auch das politische Interesse habe stark nachgelassen.

Josef Behringer ist ein Beispiel dafür, wie man den Übergang aus einem aktiven Berufsleben in den Ruhestand bewältigen kann „und dabei im gekannten Rhythmus bleibt“.

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