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Donauwörth

03.01.2019

Käthe Kruse wird zentral vermarktet

Klassische Käthe-Kruse-Puppen – das Unternehmen ist am Standort Donauwörth nur noch mit wenigen Mitarbeitern vertreten. Jetzt wurden auch Marketing und Vertrieb nach Hessen abgezogen.
Bild: Bissinger

Die Mutterfirma Hape des Traditionsunternehmens aus Donauwörth übernimmt nun Vertrieb und Marketing für die Puppen.

Der Spielzeughersteller Hape und das Donauwörther Traditionsunternehmen Käthe Kruse werden zum 1. April 2019 als gemeinsame Vertriebs- und Marketingorganisation auf dem deutschen Markt agieren.

Im Jahr 2013 gab die Hape Holding AG ihren Einstieg bei Käthe Kruse bekannt. Um das Vorhaben, Spielwaren und Puppen aus beiden Häusern global umfassend zu vermarkten, „mit voller Dynamik und Kompetenz noch weiter voranzutreiben, werden Hape und Käthe Kruse zum 1. April 2019 als gemeinsame Vertriebs- und Marketingorganisation auf dem deutschen Markt agieren“, schreibt Hape in einer Pressemitteilung. Käthe Kruse war bislang die einzige Marke innerhalb der Gruppe, die nicht zentral bestellt werden konnte.

Seit 2013 ist Hape die Mutterfirma von Käthe Kruse

Mit dem Zusammenschluss werde das Portfolio nun um diese Marke erweitert, die künftig von der Hape -Kundenbasis profitiere. Hape weite damit zudem „seinen Status als Mehrmarkendistributor“ weiter aus „und ist überzeugt, dem Handel auf diesem Konzept basierend einen attraktiven Mehrwert bieten zu können“, heißt es weiter.

Sowohl der Vertrieb von Käthe Kruse als auch die Bereiche Marketing und Logistik werden ab dem 1. April vom Hape-Standort in Mücke aus geleitet. Das Werk und die Produktentwicklung bleiben laut Hape weiterhin am Stammsitz in Donauwörth bestehen. Künftig werden, wie das Unternehmen bereits im Dezember mitteilte, in der Großen Kreisstadt noch 20 Mitarbeiter für die Firma tätig sein. Zehn Arbeitsplätze wurden zum Jahresende verlagert, wie Geschäftsführer Dennis Gies auf Anfrage unserer Zeitung informierte. Vor 19 Jahren arbeiteten noch 70 Beschäftigte bei Käthe Kruse in Donauwörth – vor fünf Jahren waren es immerhin noch 50 Mitarbeiter.

Werksverkauf von Käthe Kruse und Manufaktur sollen in Donauwörth bleiben

Käthe Kruse gehört seit 2013 zu dem (Holz-)Spielzeugproduzenten Hape, der seinen Sitz in Hessen hat. Den Donauwörther Mitarbeitern war eine Stelle am dortigen Stammsitz angeboten worden – angenommen habe dies aber keiner der betroffenen Beschäftigten, wie Gies gegenüber unserer Zeitung bestätigte. Hape gehört laut Eigenaussage des Konzerns „zu den Weltmarktführern in Design und Produktion von hochwertigem Baby- und Kinderspielzeug aus nachwachsenden Rohstoffen“. Das Unternehmen wurde im Jahr 1986 vom heutigen geschäftsführenden Gesellschafter Peter Handstein in Deutschland gegründet. Hape plane nicht, den Standort Donauwörth aufzugeben, versicherte Geschäftsführer Gies im Dezember. Auch der Werksverkauf von Käthe Kruse an der Alten Augsburger Straße bleibe erhalten. (dz)

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