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Konversion

21.04.2015

Kaserne: Söder will Donauwörth helfen

Die Stimmung im Landratsamt war gut ob der Rückendeckung: Minister Söder und Landrat Rößle im Gespräch.
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Die Stimmung im Landratsamt war gut ob der Rückendeckung: Minister Söder und Landrat Rößle im Gespräch.

Allein der Rückbau der Alfred-Delp-Kaserne wird wohl einen zweistelligen Millionenbetrag kosten. Der Heimatminister lässt nun ein Sonderprogramm prüfen

Markus Söders Scheck war eigentlich nur das Zuckerl. Wichtiger war die gestern in Aussicht gestellte finanzielle Rückendeckung des Bayerischen Heimatministers hinsichtlich der Umwandlung des Donauwörther Kasernengebietes in ein Wohngebiet.

Das Geld, das der Bayerische Heimatminister mittels Förderbescheid in das Landratsamt nach Donauwörth brachte, hatte eher symbolischen Wert, möchte man fast meinen: 72000 Euro gibt es für den Landkreis vom Freistaat für das „interkommunale Flächenmanagement“ – also für das Vermarkten von freien oder nicht mehr genutzten Flächen im Landkreis.

Von weitaus höherer Relevanz war jedoch seine Zusage an Landrat Stefan Rößle und Donauwörths Oberbürgermeister Armin Neudert, eine Sonderförderung für die Stadt Donauwörth hinsichtlich der Konversion der Alfred-Delp-Kaserne prüfen zu wollen. Denn der Rückbau des alten Bundeswehr-Areals werde in den zweistelligen Millionenbereich gehen, wie Landrat Rößle und OB Neudert bei dem gemeinsamen Termin mit Söder im Fuggerhaus erklärten.

Man könne die ehemaligen Bundeswehrstandorte in Bayern nicht gleichsetzen, betonte Rößle dabei. Eine Stadt wie Fürstenfeldbruck etwa – im direkten Münchner Einzugsgebiet – habe wahrscheinlich kaum Probleme mit der Konversion, ganz im Gegenteil. Donauwörth dagegen könne und wolle bei den dortigen Grundstückspreisen nicht mithalten. Dennoch müssten die Rückbaukosten der Delp-Kaserne bezahlt werden. Dies könne hier allerdings eben nicht über Grundstücksverkäufe geschehen, bekräftigte OB Neudert. Deshalb brauche die Stadt die finanzielle Hilfe des Freistaats auch nach dem Kauf des Militärareals. Momentan befindet sich die Stadt noch immer in Kaufverhandlungen mit dem Bund. Söder indes sagte gegenüber der DZ, dass er ein Sonderprogramm für von Kasernenschließungen betroffenen Kommunen wie Donauwörth ernsthaft prüfen werde. Die Hilfe könne dann über den Haushalt des Finanzausgleichs laufen. Die Konversion von Kasernen ist gemeinsam mit weiteren Fragen des „Flächenmanagements“ (Umgang mit Leerständen, Bereitstellung von Bauland) Teil von Söders „Heimatstrategie“: „Heimat bedeutet auch die Entwicklung des Landes“, so der Heimat- und Finanzminister. Hierzu gehöre vor allem, dass der ländliche Raum gegenüber den wirtschaftlich florierenden Städten und Ballungsräumen nachhaltig gestärkt werde.

Und dabei sei auch die Digitalisierung eines der Hauptprojekte seines Ministeriums. In puncto „schnelles Internet“ erinnerte Söder an das Milliardenprogramm des Freistaates. Doch erst 45 Prozent der Kommunen im Kreis Donau-Ries beteiligten sich bis dato an jener „Breitbandoffensive“ – bayernweit sind es 80 Prozent. Hier sei in der Region „viel Luft nach oben“, wie es der Minister diplomatisch ausdrückte. Ländliche Entwicklung ohne schnelle Netzverbindungen sei nicht möglich. Söder zeigte sich indes zuversichtlich, dass in Bayern bis 2018 flächendeckend Glasfaserkabel verlegt sein werden. "Seite 26

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