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Donauwörth
15.01.2020

Kassenbon-Pflicht: Die meisten Zettel landen sofort im Müll

Für einen verkauften Apfel einen Bon ausstellen? Das könnte für Peter Pott, der seit fast 40 Jahren am Donauwörther Wochenmarkt verkauft, bald Realität werden. Derzeit gelten für Händler wie ihn, die noch eine „offene Ladenkasse“ haben, weniger strenge Richtlinien. Andere Betriebe müssen das Gesetz bereits komplett umsetzen.
Foto: Eibl

Plus Seit Januar sind Händler verpflichtet, jedem Kunden einen Bon auszustellen – sei es für ein Ei, eine Breze oder einen Haarschnitt. Was Betroffene in der Region dabei vor allem kritisieren.

Peter Pott ist sauer. Seit knapp 40 Jahren verkauft der Dillinger am Donauwörther Wochenmark in der Spitalstraße Obst und Gemüse aller Art. „Das Finanzamt will nur Angst machen. Das ist reine Endkontrolle und letztlich betrifft es wieder nur die kleinen Leute“, schimpft Pott. Grund seiner Aufregung ist die seit Januar geltende Pflicht für Händler, Handwerker oder Dienstleister, an Kunden einen Bon auszustellen.

Manche Händler hören wegen der Kassenbon-Pflicht auf

Obwohl Pott derzeit eigentlich noch nicht verpflichtet ist, einen Bon auszugeben, kann er die Intention hinter dem bundesweitem Gesetz zur Kassenbon-Ausgabe nicht nachvollziehen. Er kenne genug ältere Kollegen, die genau deswegen jetzt aufhören, weil sie einfach nicht mehr wollen. Vor allem verstehe er nicht, warum eine Kontrolle per Kassenzettel überhaupt notwendig ist. Pott: „Man könnte doch bestimmt einfach einen Chip einbauen, den das Finanzamt dann überprüfen könnte. Außerdem wird man eh schon über die Bilanz kontrolliert. Es ist einfach nur Humbug“.

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