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20.02.2018

Kauft Bäumenheim das Meywald-Grundstück?

Verhandlungen Der jetzige Besitzer hat das Areal der Kommune angeboten. Altbürgermeister Hans Eichhorn ist ein Fürsprecher für den Deal. Schwierige Verhandlungen

Bäumenheim „Das ist eine Chance für die Zukunft“, sagt Bäumenheims Altbürgermeister Hans Eichhorn. Er würde es gerne sehen, wenn die Gemeinde ein Areal von rund 48000 Quadratmetern im Meywald erwerben würde. Das Grundstück ist, wie Bürgermeister Martin Paninka bestätigt, der Kommune zum Kauf angeboten worden. Nicht öffentlich habe der Gemeinderat darüber auch schon beraten.

Der Geheime Kommerzienrat Dr. Oskar Mey hatte als Unternehmer in Bäumenheim viel bewegt. Er war einer der schillerndsten Persönlichkeiten, die in Bäumenheim gelebt haben. Seine Beziehungen zum Märchenkönig Ludwig II. waren eng. Mey zählte zur Elite unter den bayerischen Unternehmern. Immer wieder taucht sein Name in Bäumenheim auf.

Nun steht der Rest des Meywald-Areals zum Kauf. Hans Eichhorn: „76 Jahre nach Oskar Meys Tod ergibt sich für die Gemeinde eine letzte Gelegenheit, mit dem Erwerb des Areals ein Stück ihrer Geschichte zurückzuholen.“ Dieses Vorhaben werde von ihm und den Heimatfreunden Bäumenheim unterstützt. Er verweist darauf, dass ein Teilgebiet des nun zum Verkauf anstehenden Meywalds, entlang der Schmutter, Landschaftsschutzgebiet sei. Dafür bestehe ein Vorkaufsrecht. Eichhorn plädiert dafür, mit dem Kauf „ein Stück Heimat und Identität zu bewahren“. Er selbst habe in seiner Amtszeit einen kleineren Teil des Grundstücks nördlich des Sportplatzes erwerben können.

Er könne sich vorstellen, dort einen Naherholungsgarten zu schaffen, „gerade weil es bei der Schule keinen Naturlehrgarten mehr gibt“. Auch die frühere, teilweise noch erhaltene Flachs-Trocknungsanlage könnte wieder in ihren Urzustand versetzt werden.

Eigentlich habe man Interesse, sagt Bürgermeister Martin Paninka, „aber nicht um jeden Preis“. Bei den Verhandlungen mit dem Eigentümer sei man bisher jedenfalls nicht vorangekommen „und bei den Preisvorstellungen noch weit auseinander“.

Der Gemeinderat habe nun nach einer ersten intensiven Beratung einen Gutachter eingeschaltet, so Paninka. Eichhorn hat indes einen Antrag gestellt, das Thema bei der Bürgerversammlung am Mittwoch, 18. April, zu behandeln.

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