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Donauwörth

28.12.2020

Kein Mundschutz, aber freches Mundwerk: 19-Jähriger kriegt Ärger

Ein 19-Jähriger hat sich Ärger mit der Donauwörther Polizei eingehandelt.
Bild: Wolfgang Widemann

Der junge Mann verstößt in Donauwörth mehrfach vorsätzlich gegen das Infektionsschutzgesetz und beleidigt Polizisten aus dem fahrenden Auto heraus.

Einigen Ärger verursacht hat am Sonntagnachmittag ein 19-Jähriger aus den südlichen Landkreis, der sich mit den aktuell geltenden Corona-Schutzmaßnahmen so gar nicht einverstanden zeigte. Kurz vor 16 Uhr wurde der junge Mann von einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Donauwörth an einem Imbissstand am Neurieder Weg als Teil einer dicht beisammenstehenden Gruppe Heranwachsender und ohne vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung entdeckt. Es folgte eine eindringliche Belehrung durch die Einsatzkräfte, der der Mann nur zögerlich und widerwillig nach kam. Seine Reaktion auf die Ermahnung wurde von den Beamten als auffallend unhöflich beschrieben.

Wenig später fuhr der 19-Jährige – er ist nach Auskunft der Gesetzeshüter der örtlichen „Poser-Szene“ zuzuordnen – dann, offenkundig um seinen deutlichen Unmut über die Belehrung kundzutun, seinen Wagen mit quietschend durchdrehenden Reifen und aufheulendem Motor provokativ vor dem Inspektionsgebäude in der Kapellstraße vorbei und rief „Scheißbullen“ aus dem Fenster. Dieses Geschrei war auch für die Öffentlichkeit deutlich zu vernehmen.

Der junge Mann schreit die Donauwörther Polizisten an

Kurz darauf wurde der junge Mann, erneut ohne Mundschutz, auf dem Gelände des Kaufland-Verbrauchermarktes im Neurieder Weg angetroffen. Selbst als ihm deutliche Konsequenzen bei weitergehender Verweigerung von Schutzmaßnahmen aufgezeigt wurden, schrie der 19-Jährige die Beamten an und kam der Aufforderung nur widerwillig nach.

Er zog seine Maske danach immer wieder unter die Nase, verbunden mit dem Hinweis, dass er mit den Vorschriften nicht einverstanden sei. Um 16.45 Uhr schließlich erschien er erneut am Inspektionsgebäude in der Kapellstraße, um lautstark seinen Unmut über die zurückliegende Kontrolle zu äußern.

Ihn erwarten nun gleich mehrere Anzeigen

Der junge Mann wurde nach Eintritt in das Dienstgebäude unmissverständlich aufgefordert, unverzüglich einen in den Amtsräumen vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen. Daraufhin gab dieser den Beamten gegenüber an, „gar nichts zu müssen“. Einem Platzverweis kam er ebenfalls nicht nach. Erst als ihm die Anwendung körperlicher Gewalt zur Durchsetzung des amtlichen Platzverweises angedroht wurde, verließ der 19-Jährige – noch immer ohne Maske – lautstark schimpfend und mit Beschwerden sowie „Konsequenzen“ drohend, die Inspektion Donauwörth.

Mehrere Anzeigen wegen vorsätzlichen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz sowie eine Strafanzeige, unter anderem wegen Verdachts auf ein Vergehen der Beleidigung, waren die polizeiliche Folge gegen den renitenten Heranwachsenden.

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29.12.2020

Eine MPU wäre durchaus angebracht. Wer Reifen durchdrehen lässt, den Motor laut aufheulen läßt, wenn er sich über etwas aufregt, an dessen charakterliche Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges dürften durchaus Zweifel bestehen. Zudem dürften Zweifel an der Bereitschaft zur EInhaltung der Straßenverkehrsordnung angebracht sein. Weil mit der könnte er auch teilweise nicht einverstanden sein.

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29.12.2020

Das ist ja schon betteln um Bestrafung. Vielleicht fühlte er sich ungerecht behandelt weil er nicht direkt eine Strafe bekommen hat ;)

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29.12.2020

Ach - einfach Auto beschlagnahmen und Führerschein entziehen... Und aus dem Poser wird ein heulender Jammerlappen.

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28.12.2020

Ein Traum, der junge Mann hat wohl eine gute Erziehung genießen können!
Unsere heutige Jugend zeigt uns deutlich, was sie unter Solidarität versteht.
Nachzulesen in den vielen Online Zeitungen, Partys und Saufgelage sind weiter in!

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