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Kommunalpolitik

28.02.2011

Kies aus Münster ist begehrt

Westlich von Gut Hemerten (Gemeinde Münster) könnte ein Kiesabbaugebiet entstehen. Dabei handelt es sich um die rund 60 Hektar große Fläche innerhalb der gezackten Linie.
Bild: Karte: Opla

Gemeinde beschäftigt sich mit Antrag auf Abbau. Über 60 Hektar Fläche

Münster Kommt ein neues, großes Kiesabbaugebiet in den südlichen Landkreis? Die Firma Thannhauser & Ulbricht aus Fremdingen und die Müller Georg GmbH aus Wilburgstetten (Kreis Ansbach) haben an die Gemeinde Münster den Antrag gestellt, im Bereich westlich von Gut Hemerten Kies fördern zu dürfen. Hierbei handelt es sich um eine Fläche von über 60 Hektar.

Nur am Rohstoff interessiert

„Wir stehen bei diesem Thema jetzt am Anfang und damit vor der Frage, ob ja oder nein“, erklärte Münsters Bürgermeister Gerhard Pfitzmaier in der jüngsten Gemeinderatssitzung, zu der neben zahlreichen Zuhörern auch Vertreter der antragstellenden Firmen gekommen waren. Ralf Ulbricht versicherte, den Unternehmen gehe es ausschließlich um die Förderung des Rohstoffs. Er benötigt Kies für sein Asphaltmischwerk, Müllers Kerngeschäft ist Sand.

Kies aus Münster ist begehrt

Die durch den Kiesabbau entstehenden Seen – wie viele das sein werden, ist derzeit unklar – könnten auf verschiedene Weise rekultiviert werden, so Schmid weiter. „Zum Beispiel durch Freizeitnutzung wie Wassersport und Angeln oder durch die Schaffung eines Biotops.“

Sollte dem Antrag entsprochen werden, wird Thannhauser & Ulbricht zusammen mit Müller Georg GmbH eine neue Firma mit Sitz in Münster gründen, die dort auch Gewerbesteuer zahle. Zudem sollen drei Arbeitsplätze entstehen. Die Firmen sind auf der Suche nach einem neuen Standort. Bis zum vergangenen Jahr hatten sie ein Gebiet bei Mörslingen (Kreis Dillingen) 28 Jahre lang ausgebeutet. Dieses sei nun nicht mehr erweiterbar.

Vor- und Nachteile

Man stehe dem Vorhaben offen und neutral gegenüber, betonte Bürgermeister Pfitzmaier. Eine solche Nutzung bringe Vor- und Nachteile mit sich, sagte das Gemeindeoberhaupt. Er nannte zum einen die neuen Gewässerflächen, die eine Belebung für die Tierwelt bedeuten und für zeitgemäße Badeplätze sorgen, sowie die Arbeitsplätze und die Gewerbesteuer. Auf der anderen Seite stehen aus Sicht des Bürgermeisters das wegfallende Ackerland, die Lärmbelästigung und das erhöhte Verkehrsaufkommen.

Bürger einbinden

Die Unternehmen möchten in der Frage so schnell wie möglich Klarheit. „Wir scharren schon mit den Hufen“, sagte Georg Müller. Auch Gerhard Pfitzmaier befürwortet es, sich zeitnah festzulegen. „Wir sollten uns aus Sicht der Gemeinde und der Bürger schnell klar werden.“ Auf jeden Fall solle aber die Bevölkerung in die Entscheidung mit einbezogen werden.

Fällt der Beschluss positiv aus, muss der Flächennutzungsplan geändert und das Gebiet westlich von Hemerten als Kiesabbaukonzentrationszone ausgewiesen werden. In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen wird das Thema erneut zur Sprache kommen.

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