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Spendenaktion

27.05.2019

Kinder sammeln für Schulen in Afrika

Landrat Stefan Rößle und Schulleiterin Sibylle Lutzkat eröffneten an der Mangold-Grundschule Donauwörth eine Ausstellung über Burkina Faso. Die Schule beteiligt sich an dem von Landrat Rößle initiierten Projekt „1000 Schule.
Bild: Millauer

Mangold-Grundschule beteiligt sich an Projekt von Landrat Stefan Rößle

Laufend Geld verdienen. Das ist für die Schüler der Mangold-Grundschule Donauwörth keine Floskel. 50 Cent pro gelaufener Minute haben die Dritt- und Viertklässler von ihren Onkeln, Tanten oder Großeltern bei der Aktion „Lauf dich fit“ bekommen. 15 Minuten sind die Schüler am Stück gelaufen – das macht einen Betrag von 7,50 Euro pro Schüler. Gemeinschaftlich konnten die Schüler so bisher 1300 Euro für ein Projekt sammeln, das Landrat Stefan Rößle ins Leben gerufen hat. Mit „1000 Schulen für Afrika“ sollen durch Spendengelder Bildungseinrichtungen in verschiedenen afrikanischen Ländern gebaut werden. Bundesweit sollen mithilfe der kommunalen Entwicklungshilfe Gelder für 1000 Schulen gesammelt werden. Damit sollen auch Fluchtursachen bekämpft werden. Mit den Spenden der Mangold-Grundschule soll ein Projekt in Burkina Faso unterstützt werden. 50000 Euro wurden dafür bereits im Kreis Donau-Ries gesammelt, 12000 Euro fehlen noch, bis der Schulbau verwirklicht werden kann.

Bei einem Kuchenverkauf, einem Flohmarkt und einer Aktion des Elternbeirats will man weiteres Geld für das Projekt sammeln. Auch eine Ausstellung mit Bildern und Texten zur Situation in Burkina Faso wurde nun eröffnet. Rößle berichtete, dass bereits eine Schule in dem westafrikanischen Land eröffnet wurde: „Die Schule liegt in dem Dorf Taliere in der Gemeinde Nako.“ Ungefähr 200 Schüler werden dort unterrichtet. Eingeweiht wurde die Schule im April. In der gleichen Region liegt auch die Schule, die mithilfe der Spendengelder neu gebaut werden soll. Aktuell werden die Schüler dort in zugigen, dunklen Strohhütten unterrichtet. „Das wollen wir mit eurer Hilfe ändern“, appellierte Rößle an die Kinder.

Ein gemeinnütziger Verein und Josef Keller, Initiator der Projekte in Burkina Faso, kontrollieren den Baufortschritt. Keller erinnerte sich an seinen ersten Besuch in dem afrikanischen Land: „Die Hitze hat uns fast erschlagen.“ Sogar nachts sei die Temperatur über 35 Grad gelegen. Die Wasserversorgung reiche nicht dafür aus, um die gesamte Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.

Wächst die Bevölkerung weiterhin so wie in den vergangenen Jahren, wird sich die Bevölkerungszahl in den nächsten 25 Jahren verdoppelt haben. Das Wirtschaftswachstum kann damit nicht mithalten. Und dennoch berichtet Keller von der Fröhlichkeit, Herzlichkeit und Bescheidenheit, die die Menschen an den Tag legen – insbesondere die Kinder. Einen burkinischen Freundschaftswimpel überreicht Keller an Rektorin Sibylle Lutzkat. Sie hofft darauf, dass beim Kuchenverkauf und dem Flohmarkt weiteres Geld für den Schulbau eingenommen wird.

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