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Kaisheim

25.01.2020

Kindertagesstätte in Kaisheim stößt an ihre Grenzen

Der Kindergarten in Kaisheim könnte bald zu klein werden.
Foto: Wolfgang  Widemann

Wird die Einrichtung bald erweitert? Die 100 Plätze dürften in naher Zukunft wohl komplett belegt sein. Zum Thema Brandschutz liegt nun ein Gutachten vor.

Reicht die Kindertagesstätte (Kita) in Kaisheim mittelfristig aus, um die Mädchen und Buben aus der Marktgemeinde aufzunehmen? Diese Frage beschäftigt die Verantwortlichen der Marktgemeinde. Derzeit besteht die Kita aus vier Kindergartengruppen, die beinahe komplett ausgelastet sind, und zwei Krippengruppen, in denen mehr Kinder betreut werden als eigentlich vorgesehen.

Weil in der Kommune einige neue Wohngebiete ausgewiesen sind oder werden, hat der Gemeinderat bereits im Dezember beschlossen, die sogenannte Sozialraumanalyse, die für den Donau-Ries-Kreis erstellt wurde, in Kaisheim eigens ergänzen zu lassen. Nach Auskunft von Bürgermeister Martin Scharr soll eine Prognose erstellt werden, wie der Bedarf an Kita-Plätzen in der Gemeinde in den kommenden Jahren sein wird. Momentan läuft dazu eine Umfrage in den Familien.

24 Plätze in den Gruppen

Dies geschehe, „damit wir in die Planung gehen können“, so Scharr. Nach bisherigen Erkenntnissen sei damit zu rechnen, dass die 100 Plätze der vier Kindergartengruppen in naher Zukunft wohl komplett belegt sein werden. In den Krippengruppen verfüge man über 24 Plätze.

Derzeit würden per Sondergenehmigung, die bis September 2020 gilt, 26 Kleinkinder betreut. Es sei davon auszugehen, dass wohl permanent 26 bis 28 Krippenplätze benötigt werden. „Wir sind an Grenzen“, stellt der Bürgermeister fest.

Brandschutz als wichtiger Aspekt

In ein paar Wochen wolle man im Gemeinderat diskutieren, wie es weitergeht. Im bestehenden Komplex gebe es möglicherweise Gestaltungs- beziehungsweise Erweiterungsmöglichkeiten. So könnte ein Lagerraum in einen weiteren Gruppenraum umgewandelt werden. Im Obergeschoss des Kindergartens befinden sich ein Turnraum und ein Atelier, die vielleicht anderweitig genutzt werden könnten.

Ein wichtiger Aspekt dabei sei der Brandschutz. Mit diesem Thema befassten sich die Räte in dieser Woche näher. Im Mai 2015 hatte Ratsmitglied Josef Mayer dazu einen Antrag gestellt. Das Gremium beschloss damals, einen Gutachter zu beauftragen. Professor Bernhard Karl stellte jetzt das Ergebnis vor. Demnach sei der Brandschutz im größten Teil des Komplexes voll gewährleistet. Handlungsbedarf bestehe nur im Obergeschoss des ältesten Teils des Kindergartens.

1902 als Schule gestartet

Das Bauwerk wurde 1902 in Betrieb genommen – und zwar als Schule. Das obere Stockwerk ist über eine Holztreppe erreichbar. Eine Rutsche dient als zweiter Rettungsweg. Der Vorschlag des Fachmanns: Das Treppenhaus sollte mit einer Rauchtür abgetrennt werden. Im Bereich des Treppenhauses seien Rauchmelder zu installieren und die Treppe sollte an der Unterseite verputzt werden.

Krippenkinder im Obergeschoss einzuquartieren, sei unter den gegebenen Umständen nicht zu empfehlen, erklärte Karl auf Anfrage von Ratsmitglied Roland Schmid. Kinder in diesem Alter könnten im Notfall die Rutsche noch nicht selbstständig benutzen. 

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