Dokumentation und Fiktion

08.08.2018

Kino der besonderen Art

Volles Haus im Kramerhof-Stadel in Gempfing. Hier stellte sich Regisseur Oliver Herbrich (links stehend) im Gespräch seinem Publikum. Mit im Bild: Vorsitzender der IG Rainer Winkel, Johannes Geier (rechts stehend).
Bild: Wilfried Lange

Die dritte Gempfinger Dorffilmwoche lockte mit 17 Vorführungen fast 1000 Kinofreunde in den urigen Stadel des Kramerhofs. Die Organisatoren ziehen Bilanz

Wie man Heimat zelebriert, Kultur findet und erlebbar macht, darauf versteht sich die Interessensgemeinschaft Rainer Winkel seit Langem. Den ländlichen Raum auf vielfältige Weise zu gestalten, ist eines seiner Ziele. Einmal mehr ist es den Akteuren gelungen, Kultur aufs Dorf zu holen. Die dritte „Gempfinger Dorffilmwoche“ bot erneut Gelegenheit, in den urigen Kramerhof einzukehren und dort ein Kinoerlebnis der besonderen Art zu genießen. Die diesjährige Reihe endete mit einem ausverkauften Stadel. Jetzt ziehen die Organisatoren Bilanz.

Wieder einmal hat es annähernd fast 1000 Besucher in die 17 organisierten Vorstellungen gezogen. Besonders die Abendtermine waren sehr gut besucht. Für den Theo Berger Film musste sogar eine „Spätvorstellung“ zusätzlich angesetzt werden, um das Zuschauerinteresse bewältigen zu können.

Mit Oliver Herbrech, dem Regisseur dieses Dokumentarfilms über den „Donaumoos-Ganoven“ Theo Berger aus den 80er Jahren, war zum ersten Mal sogar ein Gast aus dem Bereich Film vor Ort. Und er zeigte sich begeistert von dem außergewöhnlichen Ambiente, das auch aus seiner Sicht wie gemacht ist für den ländlichen Film. Viele Besucher nutzten seine Anwesenheit, um Fragen zum Film und zu den Begegnungen des Regisseurs mit Theo Berger zu stellen.

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Als weiterer Volltreffer beim Publikumsinteresse erwies sich auch der Kinostreifen „Die letzte Sau“. Viele Cineasten kamen in der Erwartung, eine „Komödie“ zu sehen und waren dann überrascht, dass der Film doch einen sehr ernsthaften Hintergrund hat. So konnte man beispielsweise hören, dass diese Produktion noch Tage später in Gempfing für viele Diskussionen über das Thema „moderne Landwirtschaft“ sorgte.

Bei den Kinder- und Jugendfilmen gab es diesmal keinen ausgesprochenen Favoriten. Die Vorstellungen dieser Sparte waren zahlenmäßig nicht so gut besucht wie in den vergangenen Jahren. Das könnte auch an der Nachmittagshitze gelegen haben, so mutmaßen die Veranstalter. Insgesamt aber zeigte sich das Organisationsteam der IG Rainer Winkel rund um Vorsitzenden Johannes Geier sehr zufrieden mit dem Verlauf. Geier bedankte sich dann auch bei den vielen Helfern, der Familie Passavant (Kramerhof) und der Technik (Marius Vogel, Gempfing).

Für das Jahr 2019 kündigte er das 6. Rainer Winkel-Festival Ende Juli 2019 an. Mit Keller Steff und Big Band sowie Pam Pam Ida aus dem Altmühltal habe man bereits zwei Top Acts engagieren können. Ob es 2020 – im gewohnten zweijährigen Rhythmus – wieder eine Dorffilmwoche geben wird, ist derzeit noch offen. Interessenten können sich gerne melden. Im Internet unter der Adresse www.rainer-winkel.de gibt es laufend aktuelle Informationen dazu. (gei)

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