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Gericht

18.01.2020

Klage: Mann will Jagdschein zurück

Einem Mann aus dem Donau-Ries-Kreis wurde der Jagdschein entzogen. Den möchte er jetzt zurück haben.
Foto: Patrick Pleul/dpa/Symbolfoto

Plus Wegen Alkoholvergehen ist einem Jäger aus der Region die Lizenz entzogen worden. Die möchte er zurück – und klagt vor dem Verwaltungsgericht.

Wenn sich eine Person, die einen Waffen- beziehungsweise Jagdschein besitzt, strafbar macht, reagieren die Behörden rigoros. Die Lizenz, eine Schusswaffe zu benutzen, wird entzogen. So erging es auch einem Mann aus dem Raum Donauwörth. Er hatte in den 1990er und den 2000er Jahren Probleme mit dem Alkohol und wurde straffällig. Folge: Das Landratsamt entzog ihm den Jagdschein. Den will der Mann seit geraumer Zeit wieder zurück – bislang ohne Erfolg. Nun hat er vor dem Verwaltungsgericht Augsburg einen neuen Anlauf unternommen. Bereits im Oktober 2017 wollte der Nordschwabe per Klage erreichen, dass ihm die Behörde wieder den Schein erteilt. Ein Gutachten auf Grundlage der Akten bescheinigte ihm, zuverlässig zu sein – die Grundvoraussetzung dafür, dass er wieder auf die Pirsch gehen kann. Jedoch hielt das Gericht das Gutachten für unzureichend. Die Klage scheiterte.

Anwalt: Einzigartige Hysterie

In dieser Woche versuchte es der Mann mit seinem Rechtsbeistand Franz Sußner erneut. Sußner, der selbst Jäger ist, sagte vor der Verhandlung im Gespräch mit unserer Zeitung, er verstehe die ganze Aufregung um die Waffengesetze nicht – und schimpfte: „Das ist eine einzigartige Hysterie, die alle Vernunft verjagt. Jeder wird einfach ohne Grund für unzuverlässig erklärt. Nur weil einem die Nase von jemandem nicht passt.“

Während der Verhandlung wurde festgestellt, dass für die Klage kein neues Gutachten des Klägers erstellt worden war. Ein solches sei aber zwingend, hieß es im damaligen Urteil. Der Vorsitzende Richter Alex Glaser folgerte daraus, das Verfahren könne nicht vertagt werden. Es müsse ein neuer Antrag mit neuem Gutachten beim Landratsamt gestellt werden. Anschließend könnten – im Falle einer Ablehnung durch das Landratsamt – vor Gericht der aktuelle Alkoholkonsum und die Zuverlässigkeit neu geklärt werden. Richter Glaser riet dem Mann, die Klage zurückzuziehen, um Kosten zu sparen.

Neues Gutachten wird erstellt

Auch wenn der Anwalt weiter die Behörden kritisierte, so erklärten alle Seiten im Gerichtssaal das Verfahren übereinstimmend für erledigt. Es wurde folglich eingestellt. Die Kosten des Verfahrens hat der Kläger zu tragen. Der Mann will nun ein neues Gutachten erstellen lassen und anschließend einen Antrag beim Landratsamt einreichen.

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