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Donauwörth-Riedlingen

28.07.2018

Kleines Lichtlein – große Hoffnung

Happy End im Stück „Geschöpf der Nacht“ des Musiktheaters Riedlingen, mit einem Bühnenbild von Irene Ringeisen.
Bild: Plaum

Das Musiktheater Riedlingen unterhält mit dem Stück „Geschöpf der Nacht“. Darin gibt es eine ganz besondere Botschaft.

„Welch ein Leben: Sommer, Sonne, Spaß! So sollte es immer sein“, ertönt es in der Schulturnhalle Riedlingen. Lächeln und Nicken im Publikum, das aus Mitschülern, Eltern und Großeltern der jungen Schauspieler besteht: Das aktuelle Stück des Musiktheaters der Gebrüder-Röls-Schule, „Geschöpf der Nacht“, spiegelt das aktuelle Lebensgefühl perfekt wider.

Der da so gut drauf ist, Schnecke Schleimer, hat witzigerweise Bienen und Ameisen als Freunde. Darunter Fine, die faulste Biene aller Zeiten, und Ameisenjunge Giovanni, der über sein anstrengendes Leben mit 7620217 Geschwistern jammert. In allen liebevoll zusammengestellten Kostümen stecken Kinder der vierten Klassen, insgesamt 22 – und wie jedes Jahr legte die Leiterin des Musiktheaters, Lehrerin Andrea Meggle, viel Wert darauf, dass jedes Kind eine tragende Rolle hat. Wichtig war ihr auch in guter Tradition, dass das aktuelle Stück, das erstmals in Riedlingen aufgeführt wurde, eine wichtige Botschaft vermittelt.

Denn nach den ersten Liedern und Gesprächen fällt auf: Die Tierchen auf der Sommerwiese sind keinesfalls nur nett. Als eine Neue bei ihnen auftaucht, ganz in Blau, die mit ihnen singen und spielen möchte, mauern sie. „Hau doch ab, du Null!“, „Was willst du denn hier bei uns?“, „Du bist hässlich!“, schreien sie der Glühwürmchendame Luzie entgegen. Die schleicht von dannen, traurig und alleine. Manch einer fühlt sich dadurch an Mobbing erinnert oder daran, wie manche Mitmenschen Flüchtlingen gegenübertreten.

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Was aber bringt Neue und Alteingesessene zusammen, was baut Brücken? In „Geschöpf der Nacht“, geschrieben von Andreas Schmittberger, hilft ein gemeinsamer Feind. Victor Zackenbarsch ist ein Zauberer in Vampir-Optik.

Er ist ständig schlecht drauf und hat beschlossen, sich eine Lichttherapie zu gönnen – er stiehlt der Sommerwiese mithilfe seiner Zauberkräfte die Sonne. Mit ihm entschwindet die Helligkeit in sein fernes Schloss. Die Ameisen, Bienen und Schnecke Schleimer wissen wohl, was das bedeutet: „Wir werden alle sterben!“

Auf einmal kommt ihnen das Glühwürmchen Luzie sehr gelegen, denn sie ist die einzige verbliebene Lichtquelle und kann ihnen den Weg zum Schloss des bösen Zauberers weisen. Trotz der ernsten Botschaft gibt es viel zu lachen, die Grundstimmung bleibt hoffnungsvoll-fröhlich. Die fetzigen Lieder sind teilweise ganz schön anspruchsvoll zu singen. Das Stück mit seiner guten Laune und der Botschaft vom Gemeinschaftssinn steckt an. Am Ende gibt es anhaltenden Applaus für alle. (pep)

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