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07.03.2009

Konjunkturpaket soll Wemding ein Schulzentrum bescheren

Wemding (wwi) - Das Konjunkturprogramm II der Bundesregierung könnte dafür sorgen, dass in Wemding bald ein Millionen-Projekt verwirklicht wird, welches das Aussehen des Ortes ein Stück weit verändert. Der Stadtrat hat am Donnerstagabend ein mögliches Schulzentrum an die oberste Stelle der Wunschliste für Zuschüsse aus diesem Topf gestellt. Soll heißen: An die Hauptschule soll angebaut werden, sodass dort auch die Grundschule untergebracht werden könnte. Deren bisheriges Gebäude würde abgerissen. Somit wäre der bereits beschlossene Neubau der Grundschul-Turnhalle am Ludwigsgraben nicht mehr sinnvoll. Die Halle bekäme einen neuen Standort im Bereich der jetzigen Hauptschule.

"Es entstünde ein zukunftsfähiges Schulzentrum", meinte Bürgermeister Dr. Martin Drexler. Grund-, Haupt- und Realschule mit den dazugehörigen Sportstätten würden sich in unmittelbarer Nachbarschaft befinden.

Für die Anmeldung zum Konjunkturprogramm hatte zuvor auch der Schulverband grünes Licht gegeben. Stadtbaumeister Wolfgang Jaumann bezifferte die Kosten für die Sanierung der Hauptschule und den Anbau für die Grundschule auf insgesamt rund sechs Millionen Euro (ohne Turnhalle).

Zu wenig Platz: Zwei Klassen ausgelagert

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Jaumann stellte auch die aktuelle Situation der Bauwerke dar. Vor allem die Grund-, aber auch die Hauptschule sei sanierungsbedürftig. Ein Auszug aus der Mängelliste der Grundschule: Die Fußböden seien defekt, die Heizungsanlage veraltet, Feuchtigkeit dringe ein, die Elektroinstallationen müssten erneuert werden, die Dämmung sei unzureichend und die Räume reichten nicht aus. So gebe es keinen Pausenraum, keine Gruppenräume, kein WC für Lehrkräfte und die Klassenzimmer seien zum Teil zu klein. Weil zu wenig Platz vorhanden sei, habe man zwei Klassen an die Hauptschule ausquartiert. Eine Sanierung der Grundschule würde mit schätzungsweise 1,8 Millionen Euro zu Buche schlagen.

An der Hauptschule bestehe ebenfalls Handlungsbedarf, so Jaumann. Unter anderem seien neue Fenster und eine neue Heizung nötig. Es müsste auch eine Fassadendämmung angebracht werden. Ein barrierefreier Zugang und ein Aufzug in dem Gebäude seien ebenso wünschenswert. Kosten: ungefähr 4,1 Millionen Euro.

Gutachter hat keine Bedenken

Anstatt beide Bauwerke getrennt voneinander herzurichten, favorisiert der Stadtrat den Anbau der Grundschule an die bestehende Hauptschule. "Dies ermöglicht eine gemeinsame Nutzung von Treppen-, Gruppen- und Fachräumen", nannte Drexler einen Vorteil. Zudem könnte die Grundschul-Turnhalle so lange genutzt werden, bis der Neubau an anderer Stelle fertig sei. Ein Gutachter habe die alte Halle überprüft und keine Bedenken geäußert, so der Bürgermeister gestern gegenüber unserer Zeitung.

Die Flächen, auf denen die Schul-Zusammenführung samt Turnhallen-Neubau verwirklicht werden könnte, befinden sich bereits seit Anfang der 1970er Jahre in öffentlicher Hand.

Hallenbad und Kindergarten

Neben den beschriebenen Maßnahmen an den beiden Schulen beschlossen die Räte, auch die Sanierung des Hallenbads (geschätzte Kosten: 3,2 Millionen Euro) und des Kindergartens St. Marien (gut 400 000 Euro) zum Konjunkturprogramm anzumelden.

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