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Soziales

12.04.2019

Kosten steigen schneller als die Erträge

Verein für ambulante Krankenpflege Rain stellt wichtige Zahlen und Fakten vor

„Mit großem Einsatz sorgt das Team unserer Einrichtung für Lebensqualität, Wohlbefinden und Eigenständigkeit unserer pflegebedürftigen Klienten. Ich höre immer wieder die anerkennenden Worte ‚Wie gut, dass es die Rainer Sozialstation gibt‘“, sagte Hans Lenk, Vorsitzender des Vereins für ambulante Krankenpflege Rain und Umgebung auf der Mitgliederversammlung.

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Stadtpfarrer Jörg Biercher und Zweiter Bürgermeister Leo Meier bedankten sich besonders bei Lenk und dem Vorstand sowie bei Sozialstationsgeschäftsführerin Elke Müller und allen Mitarbeitern. Müller wiederum bedankte sich bei allen 1899 fördernden Mitgliedern „und bei unserem kompetenten, hilfsbereiten und netten Team, an der Spitze Pflegedienstleiter Christoph Kirsch und seiner Stellvertreterin Schwester Beate Götz“. Auch Beiratsvorsitzende Rita Huber bedankte sich.

Das Leistungsangebot umfasse die Durchführung von ärztlich verordneten Maßnahmen, professionelle Grund- und Körperpflege, Verhinderungspflege, hauswirtschaftliche Versorgung und Betreuung. „Als besonderen Service für unsere Mitglieder und Patienten haben wir ein Rollstuhlfahrzeug angeschafft“, berichtete Müller. „Dank unserer zehn Seniorenbegleiter können wir, unter fachlicher Anleitung durch unsere gerontopsychiatrische Fachkraft Schwester Vera Wittke, die Betreuung von Pflegebedürftigen als Einzelbetreuung im häuslichen Umfeld oder unseren einmal im Monat stattfindenden betreuten Nachmittag anbieten.“

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Müller legte folgende Zahlen vor: Betrug der Personalkostenanteil 2004 noch 75 Prozent des Umsatzes, und 2014 waren es 84 Prozent, so ist er 2018 auf 89 Prozent gestiegen. 2019 sei eine dreistufige „wohlverdiente“ Lohnerhöhung von 7,5 Prozent zu bestreiten, demgegenüber betrage die Gebührenerhöhung gerade mal 3,2 Prozent. „Sie sehen: Die Schere zwischen unseren Erträgen und tarifbedingt steigenden Personalkosten und höheren Sachkosten weitet sich zunehmend.“

Aktuell versorge die Rainer Sozialstation 230 Patienten in 31 Ortschaften. Die Pflegekräfte fuhren voriges Jahr 230000 Kilometer. Bei 19 „Touren“ sei der erste Hausbesuch frühmorgens um 6 Uhr und der letzte am Abend um 21 Uhr. „Derzeit beschäftigen wir 46 festangestellte Mitarbeiter, davon 35 in der Pflege“, berichtete Müller und schloss mit den Worten: „Zu guter Letzt gilt mein herzlicher Dank unserem langjährigen Hausmeisterehepaar Stark und Rolf Franke.“

Schatzmeister Walter Lenk berichtete von einer guten Vermögenslage des Vereins. „Die Kosten steigen allerdings schneller als die Erträge“, sagte er. Oberstes Ziel sei nach wie vor „häusliche Pflege im weitläufig ländlichen Raum“.

Sabine Niedermayer, Inhaberin der Rainer Augusta-Apotheke, spendete übrigens 230 „Notfalldosen“ im Wert von je etwa vier Euro den Patienten der Rainer Sozialstation. Die Dose soll, bestückt mit den wichtigsten Informationen über Vorerkrankungen, einem Medikamentenplan, einer Patientenverfügung und weiteren Daten im Kühlschrank aufbewahrt werden, wo sie im Ernstfall von Sanitätern entnommen werden kann. Hans Lenk, Elke Müller und Christoph Kirsch bedankten sich für die Spende. (ma)

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