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Starkbierfest

02.04.2019

Kräftiges Gesöff und deftige Worte

In Daiting gab es eine gelungene Mischung aus Musik, flüssiger Nahrung und einer humorvollen Rede. Bruder Barnabas spielte dabei eine entscheidende Rolle

Zum Starkbierfest hatte der Musikverein Usseltal nach Daiting ins Musikheim eingeladen. Vorsitzender Benedikt Bigler freute sich über den guten Besuch und begrüßte besonders Bürgermeister Roland Wildfeuer, Ehrenbürger Altbürgermeister Hans Roßkopf, Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer und Marxheims Bürgermeister Alois Schiegg.

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Schon zur Begrüßung der Gäste spielte das Bläsersextett „Die jungen Usseltaler“ (Leitung: Ralf Schmid) zur Unterhaltung auf, beispielsweise mit der Südböhmischen Polka, der Polka „Stelldichein in Oberkrain“, dem Walzer „Bei Kerzenlicht“ und der Schnellpolka Borsica. Wieder einmal konnte man erkennen, dass die Daitinger gerne und gekonnt die traditionelle, zünftige Blasmusik pflegen.

Nach den zwei Beiträgen der Musikkabarettisten Hans Käfer und Franz Baur – Roider Jackls Loblied auf „des guade, echte, gsüffige, gschmackige, boarische Bier“ und das „Lied von der Wirtsdirn vo Haslbach“ – trat „Bruder Barnabas“ alias Hans Löffler ans Rednerpult, der zuerst einmal auf das bayerische Brauchtum des Starkbieranstichs und des Derbleckens hinwies. Er berichtete vom „blauen Großeinsatz bei Rolands 60. Geburtstag“ und hieß den Geehrten „im Klub der Pensionäre“ willkommen.

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Um herauszufinden, ob Bauernwürste oder Bauernbratwürste in der Generalversammlung des Musikvereins die bessere Wahl wären, habe ein Probeessen stattgefunden, wusste der Redner. „Thomas“ habe mit seinem Bariton Probleme gehabt, weil das „Marschheft“, zusammengerollt im Trichter des Instruments, sauberes Musizieren verhindert hatte. Der Fastenprediger zollte der jungen Politikerin Eva Lettenbauer Respekt für ihre erste Rede im bayerischen Parlament, in der sie sich für eine Frauenquote von 50 Prozent „in allen Institutionen“ stark gemacht habe. „In Daiting hat sich schon was bewegt“, erklärte Bruder Barnabas. Am Faschingsdienstag sei der Männerstammtisch beim Schießer ausschließlich von Frauen besetzt worden, berichtete er. Beim Musikverein sehe er „großen Nachholbedarf“.

Der 75 Jahre alte Erwin verfasse gelungene Filmaufnahmen von Festen des Musikvereins und trage die liebevolle Bezeichnung „Jungpraktikant“. Gut lachen haben die Anlieger der Bindergasse, „die ehemaligen Ostzonenbewohner“, meinte Bruder Barnabas, weil sie keine Straßenausbaubeiträge leisten müssen. Pech hatten Musikverein und Dorfladen mit der Heizung, die nicht funktionierte: Man hatte seit vier Jahren kein Heizöl gekauft.

„Bruder Barnabas“ ergänzte seinen Vortrag mit Neuigkeiten zum Thema „Wussten Sie schon?“ Er beschrieb, wie ein Feuerlöscher ein Auto mit Schaum füllte, wie man bei nicht vorgenommener Zeitumstellung was verpasst, die Termine Landtagswahl und Kirchweihfest doch verschieden sind und ein E-Bike ohne Akku nur schwer zu bewegen ist. Er schloss seine mit Beifall bedachte Rede mit dem „Dank an alle Informanten“.

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