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Niederschönenfeld/Donauwörth

24.07.2016

Kraftwerksbetreiber will der Natur am Lech helfen

Zu Informations- und Dialogveranstaltungen laden (von links) Ralf Klocke, Leiter Wasserbau bei BEW, Manfred Schafnitzel, Ellgaus Bürgermeister, Ingenieur Bernhard Keim und Hubert Zeller, Zweiter Bürgermeister von Niederschönenfeld ein.
Bild: Bleier

Auch die Bürger sollen mitreden können. Worum es bei einer Veranstaltung am Dienstag in Niederschönenfeld geht.

Mehr Leben am Lech: In Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth (WWA) erstellt die Bayerische Elektrizitätswerke GmbH (BEW) bis Ende 2017 ein Konzept für die Entwicklung des Lebensraums am Unteren Lech. Das sogenannte Umsetzungskonzept dient dazu, die nach den Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie notwendigen Schritte konkret darzustellen.

Hauptziel des Vorhabens ist es, ein gutes ökologisches Potenzial zu erreichen. Das Projektgebiet umfasst rund 20 Flusskilometer des Unteren Lechs zwischen der Staustufe Ellgau und der Lechmündung. Bei der Entwicklung des Konzepts wird eng mit Fachbehörden, Kommunen und Vereinen zusammengearbeitet. Außerdem können Anrainer und Bürger in Informations- und Dialogveranstaltungen eigene Vorschläge einbringen.

Im Mittelpunkt des Umsetzungskonzepts steht die ökologische Aufwertung des Unteren Lechs, vor allem die Herstellung der Durchgängigkeit mithilfe von Umgehungsgewässern und die naturnahe Gestaltung von Stauräumen. In ersten Informationsveranstaltungen können sich die Bürger über die Ziele und den Rahmenterminplan des Umsetzungskonzepts informieren. Außerdem gibt BEW einen Überblick über die aktuellen Maßnahmen zur Gewässerentwicklung am Lech. Teilnehmer können dabei auch eigene Ideen einbringen Die ersten Informationsveranstaltungen zum Umsetzungskonzept am Unteren Lech finden statt am Dienstag, 26. Juli, 19 Uhr im Bürgerhaus in Niederschönenfeld und am Donnerstag, 28. Juli, um 19 Uhr im Gasthof Zum Floß in Ellgau.

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Die Mitwirkung der Öffentlichkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklung des Umsetzungskonzepts am Unteren Lech. „Wir legen besonderen Wert auf die frühzeitige Einbindung und enge Zusammenarbeit von Fachbehörden, Kommunen, örtlichen Naturschutz- und Fischereivereinen sowie allen Anrainern des Unteren Lechs“, sagt Ralf Klocke, Leiter Wasserbau bei BEW. „Uns geht es darum, Interessen auszuloten und einen offenen Dialog und konstruktiven Austausch mit allen Beteiligten zu führen. Denn nur gemeinsam können wir unsere Projekte erfolgreich umsetzen.“

Wer nicht an den Veranstaltungen teilnehmen kann, kann seine Vorschläge auch per Mail unter info@bew-augsburg.de oder telefonisch unter 0821/3284440 einbringen.

„Ziel des Projekts ist es, die fischbiologische Durchgängigkeit für diesen Abschnitt des Lechs wieder herzustellen. Darüber hinaus wollen wir dort, wo dies im Gewässerprofil möglich ist, Gestaltungsmaßnahmen zur Habitatverbesserung in das Konzept aufnehmen“, wird Bernhard von Roda, Abteilungsleiter für den Landkreis Donau-Ries im Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, in einer Pressemitteilung zitiert.

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