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Donauwörth

29.04.2019

Krankenpflegeschule soll bis 2020 fertig sein

Luftballons am Himmel kündeten vom Spatenstich für den Neubau der Krankenpflegeschule in Donauwörth.
Bild: Helmut Bissinger

Spatenstich für das Projekt in Donauwörth. Dank einer Ausnahmeregelung des Freistaats fließt eine hohe Förderung.

Die Zukunft der Krankenpflegeschule an der Donau-Ries-Klinik in Donauwörth hat begonnen. Der Spatenstich am Montag ist ein erster Schritt, um eine Vision zu realisieren, wie es Schulleiterin Karola Rigel formulierte. Dank einer Ausnahmeregelung wird der Neubau der Schule durch die Regierung von Schwaben mit 1,75 Millionen Euro gefördert. Dies ist ein gewaltiger Zuschuss angesichts von Baukosten in Höhe von zwei Millionen Euro.

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Lange hat es große Fragezeichen gegeben, ob die benötigte Förderung auch tatsächlich fließen wird. Dass dies möglich wurde, so Jürgen Busse, sei Verwaltungsratsvorsitzendem Landrat Stefan Rößle und Landtagsabgeordnetem Wolfgang Fackler (CSU) zu verdanken. Sie hätten sich dafür in einem persönlichen Gespräch im Finanzministerium stark gemacht.

Für den Vorstand des gemeinschaftlichen Kommunalunternehmens Donau-Ries (gKU) ist die neue Schule wichtig, „weil dadurch ein Beitrag geleistet wird, um den großen Bedarf an Pflegekräften abzudecken“.

Krankenpflegeschule soll bis 2020 fertig sein

Warum die neue Schule schnell in Betrieb gehen muss

Warum ist es zu der Ausnahmeregelung gekommen? „Aufgrund der drohenden Schließung der Ausbildungsstätte, die bislang in Heilig Kreuz untergebracht ist, war Eile geboten“, erklärte Landrat Stefan Rößle. Sein Motto: „Weiter mit klarer Zielführung.“ Er ließ keinen Zweifel daran, dass der Neubau unter den Nägeln brennt, weil die Krankenpflegeschule bis zum Jahr 2020 umziehen müsse.

Hintergrund sei, dass die bisherige Unterbringung wegen der Zusammenführung der beiden Realschulen Heilig Kreuz und St. Ursula in Donauwörth vom Jahr 2020 an nicht mehr möglich sei. Nun ist der Umzug so geplant, dass die neue Schule im September ihren Betrieb aufnehmen kann.

Schon vor dem Spatenstich wurden die Fundamante gegossen. Donauwörths Oberbürgermeister Armin Neudert hob die Nähe der Krankenpflegeschule zum Krankenhaus, aber auch ihre Lage inmitten der Natur hervor. Der Standort sei ein Bekenntnis zum Schulstandort Donauwörth.

Viele Pflegekräfte werden benötigt

Gerade angesichts der Prognose, wonach in den nächsten Jahren deutschlandweit 200000 Pflegekräfte benötigt würden, sei ein Ausbildungsplatz an der Schule fast schon eine Jobgarantie. Rößle: „Der Neubau bietet jungen Menschen eine gute Chance.“

Das Gebäude hat eine Nutzfläche von rund 1000 Quadratmetern und soll 75 Ausbildungsplätze bieten. „Sie werden praxisorientiert sein“, verdeutlichte Architekt Dieter Keller (Donauwörth). Die Fördersumme behinhaltet unter anderem die Schulräume, Übungsräume für die fachpraktische Pflegeausbildung die die EDV-Ausstattung.

„Damit ist die Ausbildung zum examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger im Landkreis gesichert und die Nachwuchsgewinnung in der Pflege für die drei Krankenhäuser gewährleistet, so Schulleiterin Karola Rigel. Schüler formulierten bei der Feierstunde ihre Wünsche an die Schule, Luftballons stiegen zum Himmel und eine Zeitkapsel wurde übergeben. Sie soll in die Fundamente eingelassen werden.

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