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Kommunalwahl 2020

19.03.2020

Kreistag Donau-Ries: Das sind die Gewinner und Verlierer

Im Sitzungssaal des Landratsamts tagt der Kreistag im Regelfall - ab Mai in veränderter Besetzung.
Bild: Manuel Wenzel

Plus Nach der Sitzverteilung für die einzelnen Gruppierungen ist nun auch klar, welche Personen künftig im Kreistag vertreten sind. Ein Überblick und eine Analyse. 

Der neue Donau-Rieser Kreistag steht. Nach der Verteilung der 60 Sitze auf die elf Parteien und Gruppierungen sind jetzt auch die Namen bekannt, die sie in der neuen Wahlperiode vertreten werden. Ziemlich genau die Hälfte der Kreistagsmitglieder kommt aus dem Ries. Die Anzahl der Frauen ist mit 16 eher überschaubar. „Stimmenkönig“ war diesmal der Bundestagsabgeordnete Ulrich Lange ( CSU) mit 61375, gefolgt vom CSU-Landtagsabgeordneten Wolfgang Fackler, der auf 55108 Stimmen kam. Hier ein Überblick und eine Analyse zu dein einzelnen Fraktionen.

CSU: Sechs neue Mitglieder zählt die CSU-Fraktion. Von ihnen holte Steffen Höhn die meisten Stimmen, gefolgt vom Deininger Bürgermeister Willi Rehklau. Überraschend weit hinten reiht sich der scheidende Donauwörther Oberbürgermeister Armin Neudert ein. Mit vier Kreisrätinnen ist der Frauenanteil bescheiden, vor allem wenn man bedenkt, dass auf der Wahlliste knapp ein Drittel der Bewerber Frauen waren. Bemerkenswert: Der Nördlinger OB-Kandidat Höhn platzierte sich von der Stimmenanzahl her weit vor seinem Donauwörther Pendant Joachim Fackler.

„Stimmenkönig“ wurde dieses Mal CSU-Mann Ulrich Lange.
Bild: Wenzel

Mehr Frauen als Männer bei den Grünen

Grüne: Bei den Grünen, die ihre Sitzzahl verdoppelten, holte die Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer die meisten Stimmen, gefolgt vom Landratskandidaten Nico Ach, der wohl wieder Fraktionschef wird. Die Grünen-Fraktion ist die einzige, die einen Frauenüberschuss aufweist. Fünf der acht Mitglieder sind weiblich. Gut abgeschnitten hat Bezirksrat Albert Riedelsheimer mit dem drittbesten Ergebnis.

Kreistag Donau-Ries: Das sind die Gewinner und Verlierer
Eva Lettenbauer ist eine von fünf „grünen“ Frauen im Kreistag.

Freie Wähler: Gestärkt ziehen die Freien Wähler in den Kreistag ein. Statt mit bisher drei sind sie künftig mit sechs Kreisräten vertreten. Eine Frau ist nicht dabei. Die meisten Stimmen holten Florian Riehl, der auch Landratskandidat war, und der Donauwörther Michael Bosse, der am 29. März in einer Stichwahl um das Amt des Donauwörther Oberbürgermeisters gegen Jürgen Sorré antritt. Derzeit wird darüber spekuliert, ob sich die Freien Wähler mit der PWG zu einer Fraktionsgemeinschaft zusammentun.

SPD: Segnitzer-König und Roßkopf sind raus

SPD: Der größte Stimmensammler bei den Sozialdemokraten war ihr Landratskandidat Peter Moll, der auch für den Fraktionsvorsitz gehandelt wird. Neu in der um drei Sitze dezimierten Fraktion sind der Oettinger Georg Wiedemann und Claudia Müller aus Harburg. Der Frauenanteil: drei. Überraschend nicht mehr dabei sind Johann Roßkopf und Marion Segnitzer-König.

AfD: Erstmals schaffte die AfD den Sprung in den Kreistag mit drei Mandaten, angeführt vom Landtagsabgeordneten Ulrich Singer. Mit ihm eingezogen sind mit Elisabeth Hörr und Ute Langer zwei Frauen.

PWG: Die Parteifreie Wählergruppe musste den Verlust eines Sitzes verkraften. Mit David Wittner, der die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte, dem Wallersteiner Bürgermeister Joseph Mayer und dem neu gewählten Mertinger Rathauschef Veit Meggle, sind drei Neue dabei. „Dienstältester“ ist Helmut Beyschlag.

Helmut Beyschlag ist wieder für die PWG vertreten.
Bild: Izsó

Nicht mehr vertreten ist Nördlingens scheidender Oberbürgermeister Hermann Faul, der bisher immer ein großes Stimmenpotenzial für seine Gruppierung holte. Weiter mit an Bord sind als einzige Frau Stefanie Musaeus aus Donauwörth und Erwin Seiler aus Möttingen, der Ende April sein Bürgermeisteramt niederlegt und sich künftig verstärkt in der Kreispolitik engagieren will.

AL/JB wohl wieder zusammen mit der CSU

Aktive Liste/Junge Bürger: Die Gruppierung wird stimmenmäßig vom Wemdinger Rathauschef Martin Drexler angeführt. Neu in der Vierer-Riege ist Anton Eireiner aus Wemding. Die AL/JB werden mit ziemlicher Sicherheit wieder eine Fraktionsgemeinschaft mit der CSU bilden.

Martin Drexler landete auf Platz eins bei der AL/JB.

ÖDP: Für die ÖDP sitzen wieder ihre „Frontmänner“ Andreas Becker (Möttingen) und Matthias Fritzsche (Steinhart) im Gremium. Bisher gehörten die ÖDP-Vertreter zur Fraktionsgemeinschaft aus Frauen/ÖDP/Freie Wähler. Becker würde diese Konstellation gerne fortsetzen, wie zu hören ist.

Einzelkämpfer bei FDP, der Linken und der Frauenliste

FDP: Mark Tanner aus Nördlingen hält künftig die Fahne der Donau-Rieser Liberalen im Kreistag hoch. Welcher Fraktion oder Gruppierung er sich anschließt, ist noch offen. Nicht mehr gewählt wurde Johann Demharter.

Die Linke: Für die Linke ist wieder Manfred Seel vertreten, der sich vermutlich wieder mit einer Gruppierung zusammentun wird.

Frauenliste: Nachdem Frontfrau Regina Thum-Ziegler nicht mehr kandidiert hatte, ist künftig Barbara Geppert aus Ederheim die einzige Kreisrätin der Frauenliste.

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