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Wolferstadt

16.10.2019

Krimi-Inspirationen aus Wolferstadt

Autor Richard Auer (Dritter von links) mit dem Duo Florian Hofmann und Diana Sonntag bei der Lesung im voll besetzten Pfarrheim. 
Bild: Foto: Tanja Sonntag

Richard Auer las in seiner Heimatgemeinde und verriet, woher er Ideen nimmt

Seine Krimis spielen alle in Eichstätt und Umgebung. Den Heimatbezug nach Schwaben hat der gebürtige Wolferstädter Richard Auer trotzdem nicht verloren, denn er lässt sich für seine Kriminalromane auch gern durch Verbrechen inspirieren, die im Donau-Ries stattfanden. Den Wolferstädtern im Publikum wird das sofort klar, als der Autor zur Handlung von „Willibaldsruh“ hinführt, denn dort ist von einem „Verbrechen mit Mais und Stahl“, wie er es ausdrückt, die Rede. „Wenn in Wolferstadt etwas passiert, entgeht mir das nicht“, sagt der Autor, der in Eichstätt lebt und in Ingolstadt als Journalist arbeitet.

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Auch wenn im Roman die Handlung auf einen Vorort Ingolstadts verlegt wurde, erinnert der Fall stark an die Sabotage an Maishäckslern in Wolferstadt vor wenigen Jahren, von denen auch Auers Schwager betroffen war. Die Täter konnten bis heute nicht ermittelt werden. Anders im Krimi: „Im Gegensatz zu der hiesigen Polizei wissen meine Kommissare, wo sie suchen müssen.“

Erster Roman 15000 Mal verkauft

Das Bücherei-Team hat den Autor eingeladen und die Lesung organisiert. Für Richard Auer ist es schon die dritte in Wolferstadt. Das Interesse an seinen Krimis ist in dem Dorf ungetrübt, die Stühle im Pfarrheim sind voll besetzt. Kein Wunder, denn seine Bücher sind durchaus bekannt: Sein erster Roman wurde 15000 Mal verkauft und das, obwohl er durch den Handlungsort Altmühltal eine eher kleine Zielgruppe hat.

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In seiner „Best of“-Lesung präsentiert er Ausschnitte aus seinen sieben Krimis. Die gelesenen Stellen sind amüsant und spannend, sorgen immer wieder für Lacher und Beifall im Publikum. Besonders seine bildhafte Sprache und sein Talent, den einzelnen Figuren allein durch seine Aussprache Charakter zu verleihen, machen die Lesung sehens- und hörenswert.

Ein Koffer voller Requisiten

Außerdem hat Auer einen Koffer dabei, aus dem er immer wieder Requisiten zieht – seien es Maiskolben, eine Blutwurst oder ein Archäopteryx-Replik. Die Ermittlungen seines Kommissar Maik Morgenstern sind jedenfalls alles andere als eintönig, reichen seine Fälle doch vom Betrug in der Dollnsteiner Gastronomie bis hin zur Hexenverbrennung im modernen Eichstätt.

Als musikalische Unterstützung hat die Bücherei das Akustik-Coverduo Pluspunkt eingeladen, das die Lesung durch zum jeweiligen Krimi passende Lieder umrahmt. Die beiden Musiker Diana Sonntag und Florian Hofmann versetzen das Publikum in die richtige Stimmung- dafür übersetzen sie die Texte der meist englischen Songs ins Deutsche oder dichten sie gekonnt um. So singt das Duo vom Fliegen, wenn in „Vogelwild“ das berühmte Solnhofer Archäopteryx-Fossil ausschlaggebend wird, oder mischt „feurige“ Lieder, wenn es in „Hausbock“ um Brandstiftung geht.

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