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Debatte

09.02.2018

Kritik am Nationalpark

Bauernverband nimmt Stellung

Die Argumente der Befürworter eines Nationalparks Donau-Auen, der nach Überlegungen des bayerischen Umweltministeriums im Bereich Donauwörth/ Marxheim beginnen könnte, stoßen auf Kritik beim Bayerischen Bauernverband in Donauwörth.

Dessen Geschäftsführer meint gegenüber unserer Zeitung: „Es ist schon interessant zu lesen, mit welchen Argumenten die Befürworter eines Nationalparks Donau-Auen jetzt auftrumpfen wollen. Da heißt es, die Auenlandschaften sind unsere Tropenwälder und beinhalten eine immense Artenvielfalt und dies muss durch einen Nationalpark geschützt werden – wohl wissend, dass das Wesen eines Nationalparks die Unberührtheit der Natur, ohne Einfluss des Menschen ist.“ Deshalb schrieben die Richtlinien eines Nationalparks eine zusammenhängende Mindestfläche von 10000 Hektar vor.

Diese Flächen gebe es weder entlang der Donau, noch entlang der Isar. Fakt sei aber, dass es im Landkreis Donau-Ries bereits sechs Naturschutzgebiete, 22 Landschaftsschutzgebiete, 17 FFH- und SPA Gebiete, 43 Geotope „und unzählige Biotope gibt“. Damit seien, so Stiller, bereits heute schon über 40 Prozent der insgesamt 106735 Hektar land- und forstwirtschaftlichen Flächen mit einem Schutzgebiet belegt.

„Gerade die besonders zu schützenden Donau-Auen sind alle in dem Natura 2000 FFH-Schutzgebiet flächenscharf erfasst“, schreibt Stiller weiter: „In den vergangenen Jahren wurden mit sehr viel Manpower und Fachwissen von der Oberen Naturschutzbehörde sehr umfangreiche FFH-Managementpläne unter Mitwirkung der Naturschutzverbände erstellt.“

In diesen Plänen seien Maßnahmen beschrieben, die notwendig seien, um diesen Schutzstatus langfristig zu erhalten. Darüber hinaus sei unter Mitwirkung des Bund Naturschutz, der Masterplan zur Entwicklung und Auswahl von Projekten zur Umsetzung der Europäischen Donauraumstrategie in Bayern fertiggestellt worden.

Auch hier seien entlang der Donau Maßnahmen beschrieben worden, die den besonderen Schutz der Auwälder sichern sollen – „und jetzt setzt sich der BN dafür ein, dass die Auwälder über einen Nationalpark geschützt werden sollen“. Dies sei „nicht mehr nachvollziehbar und würde bedeuten, dass die Millionen, die für die FFH-Managementpläne und den Masterplan der EU ausgegeben wurden, für die Katz waren“, so der BBV-Mann. (dz)

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